Finsterwalder Tierpfleger werden zu Wasserträgern
Wie Affe, Esel und Co. auf den Frost reagieren / Ausgehverbote und andere Speisepläne
Finsterwalde Wer jetzt die Waschbären im Tierpark sehen will, braucht Glück. Die sonst so munteren Gesellen halten Winterruhe, lassen sich nur alle paar Tage mal blicken. Die Nasenbären und die Affen können sich in ihre Behausung zurückziehen, wenn ihnen der Frost zu sehr ins Fell zwickt. Aras, Enten und die winzigen Weißbüscheläffchen haben sogar strenges Ausgehverbot.
Ganz unterschiedlich reagieren die Bewohner des Tierparks auf die Eiseskälte. Die Mantelpaviane verschränken die Arme vor dem Bauch, um dem Wind die Angriffsfläche zu nehmen. Den Uhus und Luchsen ist der Frost egal, auch das Damwild ignoriert den Stall. Die Esel, Zebrahengst Hermann und auch die beiden Dingos, die Veteranen im Tierpark, ziehen sich gern in ihre vier Wände zurück. Wer kann, hascht nach wärmenden Sonnenstrahlen. Die Weißbüscheläffchen haben Stubenarrest. Nur durch die Scheibe sieht man sie in ihrem 22 Grad molligen Häuschen.
„Das Füttern im Freien haben wir jetzt fast gänzlich abgestellt. In den beheizten Räumen läuft es normal. Weniger Arbeit macht es im Winter nicht, weil die Tiere mehr Energie für die Körperwärme brauchen“, erzählt Thomas Hecht. Die Eulen bekommen ihre Eintagsküken am Abend, die Luchse ihre Fleischration am Morgen. Das Damwild muss sich mit gequetschtem Hafer und Heu zufriedengeben.
Der bisher milde Winter hatte in den Gehegen und Volieren zuweilen schon Frühlingshoffnung geweckt. „Bei den Sittichen war das deutlich zu spüren“, hat Hecht beobachtet. Die Rufe des Zwergziegenbocks Mephisto – vorübergehend aus dem Herzberger Tierpark ausgeborgt, damit er die meckernden Zwergziegendamen in Finsterwalde beglückt – haben dagegen nichts mit Frühlingsgefühlen zu tun. Die Ziegen haben ihren eigenen Rhythmus.
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Im Jahr 2011 wurden im Finsterwalder Tierpark 20 200 zahlende Besucher gezählt – etwa 3000 mehr als 2010. Dazu kommen noch die Jahreskarteninhaber und die Kinder unter vier Jahren, die freien Eintritt haben.Im Tierpark leben 220 Tiere in 45 Arten.2012 sind bauliche Veränderungen am Affenhaus geplant und weitere Arbeiten an der Bühne.Das Tierparkfest wird in diesem Jahr am 5. August gefeiert.
Im Jahr 2011 wurden im Finsterwalder Tierpark 20 200 zahlende Besucher gezählt – etwa 3000 mehr als 2010. Dazu kommen noch die Jahreskarteninhaber und die Kinder unter vier Jahren, die freien Eintritt haben.Im Tierpark leben 220 Tiere in 45 Arten.2012 sind bauliche Veränderungen am Affenhaus geplant und weitere Arbeiten an der Bühne.Das Tierparkfest wird in diesem Jahr am 5. August gefeiert.
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Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 06. Februar 2012, 09:43 Uhr
Autor: Von Heike Lehmann

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