29. August 2010, 12:03 Uhr

Finsterwalder Sängerfest geht mit Festzug zu Ende

Finsterwalde Chöre, Kapellen, Bands und Solisten boten an den drei Sängerfesttagen 2010 die ganze Vielfalt des Gesangs auf den Bühnen. Als Magnet erwies sich am Samstagabend die ABBA-Mania-Show auf der Hauptbühne, die nach Schätzungen des Veranstalters allein an die Zehntausend Menschen angelockt hat.<

Sängerfest
ABBA Mania Markt Foto: Heike Lehmann
Es war am Samstagabend kein Durchkommen mehr auf dem Finsterwalder Markt. Dicht gedrängt standen die Fans der wohl erfolgreichsten Pop-Gruppe der 70er Jahre vor der großen Hauptbühne und freuten sich auf die mit viel Vorschusslorbeeren angekündigte ABBA-Mania-Show.

Vom ersten Ton an sprang der Funke auf das Publikum über. Es wurde mitgesungen – hauptsächlich waren es die Frauen, die textsicher waren, es wurde getanzt, die Hände wiegten sich über den Köpfen. Jubel brandete los bei den Effekten auf der Bühne – Licht, Feuer, Pyrotechnik und Glitzerkanonen vermittelten ein perfektes Bühnenbild.

„Dancing Queen“ – mit frenetischem Applaus begleitet – und „Thank You for The Music“ hatten sich die Vier für die Zugabe aufgehoben. Nach reichlich anderthalb Stunden Nonstop-Hits der schwedischen Pop-Originale Björn, Agnetha, Benny und Anni-Frid hielt es viele Besucher dennoch auf dem Markt, um die anschließende nicht minder fesselnde Westernhagen-Show aus Halle zu verfolgen.

Wer den Gesang erfand, der wurde beim Finsterwalder Sängerfest in den verschiedensten Tonarten gelobt. Mehr als zwanzig Chöre aus der Region, aus Deutschland, Österreich, Italien und aus Holland gaben zum Jubiläumsfest seit 1990 ihre gesangliche Visitenkarte ab.

,,Liebe bringt groß Freud“, versprach der Massener Volkschor am Samstag auf der großen Marktbühne und bot gemeinsam mit Musikschülerinnen als Premiere die ,,Legende von Babylon“. Mit typischem Repertoire wartete danach der Männerchor Bad Saarow präsentierte zum Schluss zünftige Trinklieder. ,,In der Kneipe in unserer Straße“ fühlten sie sich wohl. Beim Sängerfest gab es davon unzählige.

Als echter Anziehungspunkt lockte der Gospelchor Toda aus den Niederlanden als Wiederholungstäter beim Sängerfest mit frischem Sound die Zuhörer und sorgte für eine ,,wonderfoul time“. In seiner Regiezentrale für den Choreinsatz war Kreischorleiter Joachim Walter unweit der Stadtpark-Bühne bis dahin zufrieden mit den Präsentationen der Chöre. Auch organisatorisch klappte alles. Gleich nebenan machte sich der italienische Chor Coro Costalta traditionsbewusst mit Standarte zum Nachmittagskonzert bereit.

Wer keine Chormusik mochte, fand beste Unterhaltung bei den Wehnsdorfer Blasmusikanten, Stimmungskanone DJ Hamster oder Schlagersänger Andreas Schenker. Vor allem an den Abenden lockten die Rockbands. Angefangen von der F 60 Combo, über Nu Ragers, die Westernhagen-Show bis hin zur Rosenstolz-Cover-Show. Selbst Freunde der guten alten und handgemachten Rockmusik von Beatles bis Stones kamen mit den drei Musikern der L.E. Boogie Band auf ihre Kosten. Mit ,,Es gibt Momente, die in die Zukunft reichen“, holten sie Hansi Bibl als Altmeister der Rock-Ballade auf die Bühne. Als Höhepunkte am Samstag waren Auftritte von Chören aus der Region sowie aus Österreich, Italien, Holland und Schweden sowie Konzerte mit Volksmusik, Schlager, Rock, Pop, Blues und Klassik vorgesehen.

Zum Abschluss am Sonntag ziehen Vereine, Chöre, Musikgruppen und Unternehmen in 80 Bildern durch die Innenstadt. Das Lied von den Sängern aus Finsterwalde mit Frack und Zylinder war 1899 bei einem Berliner Theaterstück erstmals zu hören und wurde danach zum Ohrwurm. Finsterwalde galt den Hauptstädtern damals als Synonym für tiefste Provinz

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Erstellt am: 29. August 2010, 12:03 Uhr
Geändert am: 30. August 2010, 10:50 Uhr
Autor: Von Jürgen Weser und Heike Lehmann

Von Jürgen Weser und Heike Lehmann

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