11. März 2010, 00:00 Uhr

Fachsimpeln über Ruten, Rollen und Pilker

Mehr als 400 Besucher bei der 8. Angelbörse in Finsterwalde

Finsterwalde Es ist eine scheinbar schon ewig währende Auseinandersetzung, der Kampf „Mann gegen Fisch“ und diese Auseinandersetzung hat bis zum heutigen Tag nichts von ihrer Faszination verloren. Erklärungsmodelle, warum es "Mann“ immer wieder an oder auf das Wasser zieht, gibt es viele, klar ist aber, es gibt sie. Der Beweis wurde am vergangenen Sonntag, bereits zum achten Mal, in der Finsterwalder Erholung angetreten.

Bernd Woick (l.) aus Jessen ist begeisterter Angler und Stammgast bei der Angelbörse. Woick ist Landesmeister in Sachsen-Anhalt und schon bei den Deutschen Meisterschaften gestartet. Foto: Dietmar Seidel Foto: Dietmar Seidel
Die dort stattfindende Angelbörse hat sich über die Jahre zur größten ihrer Art in Südbrandenburg entwickelt. Mehr als 400 Petrijünger kamen und fachsimpelten über Ruten, Rollen, Posen und Pilker. Es gab alles, was das Herz eines jeden Angelfreundes höher schlagen lässt. „Mit 22 Anbietern haben wir einen neuen Teilnehmerrekord. Ich musste einigen Interessenten diesmal sogar absagen. Langsam wird es eng mit dem Platz. Da müssen wir uns für die kommenden Jahre etwas einfallen lassen“, so Klaus Haupt, der Ideengeber und Cheforganisator der Börse.

Die Gäste kommen mittlerweile aus ganz Brandenburg und Berlin. Sogar aus den alten Bundesländern hatten sich einige Freunde des Angelsports auf den langen Weg gemacht, wie Klaus Haupt freudig berichtete.
„Die haben von der Börse über das Internet erfahren und sind nach Finsterwalde gekommen.“ Was den besonderen Charakter der Finsterwalder Angelbörse ausmacht, ist der Umstand, dass es hier keine professionellen Anbieter von Angelequipment gibt, sondern, dass ganz normale Angler ihre nicht mehr benötigten Ausrüstungsgegenstände anbieten. Geld will hier niemand verdienen, die Börse gilt vor allem auch als Kontaktbörse, dient dem Ideenaustausch und ist quasi der Start in die neue Saison.

Ob diese eine gute wird, da hat nicht nur der alte Profi Klaus Haupt so seine Bedenken. „Nach dem langen und kalten Winter habe ich besonders für die flacheren Gewässer große Zweifel.“ Doch diese wurden am Sonntag erst einmal verdrängt, es drehte sich alles um die Ausrüstung. „Ich komme schon seit drei Jahren“, erklärte der Jessener Bernd Woick, „und ich finde, es ist die beste Börse in ganz Deutschland.

Das ganze Feeling, die Leute, die mit Sachverstand geführte Organisation, so was findet man nur hier. Deshalb komme ich jedes Jahr hierher. Es ist einfach eine super Sache.“ Bei so viel Lob denkt Klaus Haupt natürlich noch lange nicht daran, die Angel an den Haken zu hängen und ist im Geiste schon dabei, die neunte Börse zu planen.
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Erstellt am: 11. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 11. März 2010, 08:28 Uhr
Autor: Von Torsten Pötzsch

Von Torsten Pötzsch

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