09. Februar 2012, 00:00 Uhr

Ein halbes Jahrhundert Mikroelektronik

Ausstellung in Technischen Sammlungen Dresden mit DDR-Chips

Dresden Mit einer Sonderausstellung würdigen die Technischen Sammlungen Dresden ein halbes Jahrhundert Mikroelektronik-Entwicklung in der Stadt.

Anlass sind die Gründung einer „Arbeitsstelle Molekularelektronik“ im Spätsommer 1961 sowie der 100. Geburtstag ihres langjährigen Leiters Werner Hartmann am 30. Januar. Die Arbeitsstelle mit anfänglich acht Mitarbeitern sei „Keimzelle“ des heutigen Mikroelektronik-Standorts, der über 40 000 Menschen Arbeit gebe, sagte Kurator Ralf Pulla anlässlich der Eröffnung der Ausstellung, die bis zum 7. Oktober zu sehen ist. Zu den 60 Exponaten gehören ein früher chipgesteuerter Herzschrittmacher und der erste Megabit-Chip aus DDR-Produktion, der im Herbst 1988 vorgestellt wurde, aber vor dem Ende der DDR nicht mehr in die Serienproduktion gelangte.

Endpunkt der kleinen Schau ist ein 300-Millimeter-Siliziumwafer, den der Siemens-Konzern 1998 in Dresden produzierte. Zu sehen sind auch großformatige Schaltpläne und Folien mit dem Layout der Speicherbausteine sowie zu deren Herstellung benötigte Geräte. Ziel ist die anschauliche Präsentation von Produkten, die sich durch ihre winzigen Dimensionen eigentlich „der sinnlichen Wahrnehmung entziehen“, sagte Kulla. Abgerundet wird die Schau durch Zeitungsartikel sowie Ausschnitte aus Dokumentarfilmen. Für die Technischen Sammlungen sei die Ausstellung „ein Anfang“, um sich künftig intensiver mit der Branche zu beschäftigen, sagte deren Direktor Roland Schwarz.

Die Mikroelektronik stelle heute schließlich die industrielle Basis des Hochtechnologie-Standorts Dresden dar.
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Erstellt am: 09. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 14. Februar 2012, 10:47 Uhr
Autor: dpa/mar

dpa/mar

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