15. August 2009, 00:00 Uhr

Ein gutes Beispiel für soziales Engagement

Jana Nitzschke absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr

Finsterwalde Nach dem Abitur steht für viele Jugendliche fest, dass sie schnellstmöglich einen Studien- oder Ausbildungsplatz ergattern wollen. Dass man jedoch verbunden mit einer Portion sozialem Engagement auch einen anderen Weg wählen kann, beweist Jana Nitzschke aus Doberlug-Kirchhain, die gerade im Kellercafé Finsterwalde ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert.

Als Beweggründe für ihre Entscheidung nennt sie, dass sie sich „nach dem Abitur einfach noch nicht schlüssig war, in welche Richtung es beruflich gehen sollte“ und somit „noch ein Jahr zum Suchen und Finden“ benötigte. Außerdem wollte sie gern noch einige Zeit in der Region bleiben, da ein Weggang perspektivisch durch den Wunsch zu studieren unumgänglich ist. Zudem war Jana Nitzschke mit dem, was auf sie zukommen würde, bereits durch ihre Mithilfe in der Jungen Gemeinde Kirchhain vertraut.

Dass während ihrer Zeit beim Kellercafé, die seit dem 1. September 2008 und noch bis Ende August läuft, keine Langeweile aufkommt, liegt daran, dass es „durch die ständige Projektarbeit eigentlich keinen richtigen Alltag gibt. Ich habe allerdings als Orientierungspunkte das Schülercafé dienstags bis donnerstags und die verschiedenen Jungen Gemeinden, von denen ich eine im letzten halben Jahr regelmäßig begleitet habe.“ Ansonsten spielten natürlich wichtige Veranstaltungen wie die Friedensdekade, Konzerte oder Christ- und Osternacht eine große Rolle. Dazu kommen noch fünf Seminare, eine Besonderheit dieser Stelle in Finsterwalde, sowie diverse Ausflüge. „Darunter waren der Landesjugendkonvent, eine Winterrüste ins Erzgebirge und die zehntägige Sommerradelrüste zur Ostsee“, berichtet Jana.

Sie fand es dabei „spannend, längere Zeit Projekte aktiv mitzugestalten und das Berufsleben nach der Schule kennenzulernen“. Auch das Diskutieren und Philosophieren mit den Jugendlichen sowie die Begegnungen mit verschiedenen Menschen, „die dieses Jahr lebendig und wertvoll machten“, wird sie vermissen. Hierbei möchte sie sich noch einmal besonders bei Michael und Marlen Reinke, Thomas Kußack sowie Steffi Hädicke bedanken.

Sichtlich zufrieden zieht Jana Nitzschke das Fazit, „dass es für mich genau das Richtige war, denn ich erhielt Einblicke in ein Berufsfeld, an das ich mich vorher nicht herangetraut hätte, da es doch freier und unsicherer ist als beispielsweise ein Job als Lehrer oder Arzt“. Das FSJ habe ihr sehr bei der Orientierung für die Zukunft geholfen. „Ich will auf jeden Fall später in dieser Richtung arbeiten“, fügt sie hinzu. Deshalb beginnt sie im Oktober auch den Studiengang „Theologie im Kontext“, eine Mischung aus Theologie und Religionswissenschaften, mit dem Nebenfach Erziehungswissenschaften an der Uni Rostock.

Ihre Nachfolge wird ab Anfang September Robert Lemke, der dieses Jahr sein Abitur am Sängerstadt-Gymnasium erhielt, antreten.

Außerdem gibt es am 12. September um 17 Uhr in Fischwasser einen vom Kreisjugendkonvent organisierten Gottesdienst zum Thema „Einsichten, Zweisichten, Dreisichten – wie siehst du die Welt?“. In diesem Rahmen werden auch viele aktuelle Abiturienten, die größtenteils seit ihrer Konfirmation ehrenamtlich im Kellercafé arbeiten, und FSJlerin Jana Nitzschke verabschiedet.
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Erstellt am: 15. August 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 15. August 2009, 12:02 Uhr
Autor: Von Holger Manigk

Von Holger Manigk

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