13. Juli 2009, 00:00 Uhr

Deutschlands größter Solarpark wächst bei Finsterwalde

Strom für 11000 Haushalte / Am Wochenende war Richtfest

Finsterwalde/Drößig/Lichterfeld Auf einer ehemaligen Kippenfläche der LMBV in der Nähe von Lichterfeld entsteht gegenwärtig die größte bekannte Photovoltaikanlage in Deutschland. Für die Landwirtschafts GmbH Finsterwalde, die hier mit anderen Firmen zusammenarbeitet, ist das Projekt zudem eine wichtige Investition in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. Am Wochenende fand das Richtfest statt.

Auf einem 103 Hektar großen Areal unweit der F60, das der Mutterkuh-Agrar-GmbH Lugau gehört und bisher landwirtschaftlich genutzt wurde, werden fast 190000 kristalline PV-Module installiert, die eine Gesamtleistung von 41 MWp erbringen. Über vier Mittelspannungskabel wird der „Solarpark I Finsterwalde“ an das nahe gelegene Umspannwerk Lichterfeld angeschlossen, von dort aus wird der Strom über eine 110-KV-Freileitung in das envia-Netz eingespeist. Die jährlich produzierte Energie von 38 Millionen Kilowattstunden reicht, um rund 11000 Haushalte versorgen zu können. Dabei werden etwa 45000 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxid eingespart.

Solarpanel

Für das landwirtschaftliche Unternehmen ist dieses zukunftsweisende Projekt nahezu überlebenswichtig, so stellt es Geschäftsführer Frank Neczkiewicz dar. Durch die enormen Einnahmeausfälle durch den Preisverfall bei Milch, Getreide und anderen Erzeugnissen sichere die Investition die Existenz des Betriebes.  Zudem habe die ehemalige Kippenfläche ohnehin nur einen geringen landwirtschaftlichen Ertrag gebracht - der angebaute Roggen wurde als Ganzpflanze an die Biogasanlage in Drößig geliefert, so Neczkiewicz.
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Erstellt am: 13. Juli 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. Juli 2009, 19:48 Uhr
Autor: Dieter Babbe

Dieter Babbe

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