Cafè Dreißig am Finsterwalder Markt war Zielscheibe für Vandalen
Blumenkübel wurden zerstört und Scheibe eingeschlagen
Finsterwalde
Eine böse Überraschung erlebten die Verkäuferinnen der Bäckerei Dreißig, als sie am frühen Samstagmorgen mit dem Dienst begannen. Tische und Stühle lagen wild durchein ander auf dem Platz vor dem Cafè am Finsterwalder Markt.
Ein Bild der Zerstörungswut vor dem Cafè Dreißig am Finsterwalder Markt. Foto: Dietmar Seidel Foto: Dietmar Seidel
Zwei von drei großen Pflanzkübeln waren völlig demoliert und die Scheibe der Eingangstür eingeschlagen. ,,Ich dachte im ersten Moment, nicht schon wieder", beschreibt eine Verkäuferin ihre Gedanken, als sie das Chaos sah. Das sei schon die zweite eingeworfene Scheibe in diesem Jahr. Und im vergangenen Jahr hätten sich Randalierer auch schon einmal zu schaffen gemacht. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen. es seien Spuren gesichert worden, und die weiteren Ermittlungen habe die Kripo übernommen.Auf ihre morgendlichen Brötchen mussten Frühaufsteher an diesem Morgen auch etwas länger als sonst warten, denn die Verkäuferinnen mussten erst die gröbsten Spuren des Vandalismus beseitigen und einen Sicherheitsdienst informieren, um die Tür zu öffnen. ,,Normalerweise machen wir um sechs Uhr auf. Am Samstag konnten wir jedoch erst gegen 8.30 Uhr öffnen", so die Verkäuferin. Vor dem Hintergrund, dass sich eine Bürgerinitiative für die Verschönerung des Finsterwalder Marktplatzes starkmachen will, wirkt dieses Ereignis wie eine kalte Dusche. ,,Ich bin für eine Sperrstunde in Brandenburg", meint Peter Salzmann, Inhaber des Boulevardhotels am Markt und Initiator der Aktion ,,Schöner Markt". Seiner Meinung nach könnten alle Kneipen und Discos um ein Uhr dicht sein und Gartenlokale schon Mitternacht schließen. Damit sei Vandalismus zwar nicht auszuschließen, aber möglicherweise etwas einzudämmen.Für die Initiative ,,Schöner Markt" seien Vorfälle wie der jüngste am Cafè Dreißig jedoch keine Bremse. ,,Ich werde jeden Tag von Bürgern angesprochen, die mitmachen wollen, den Markt schöner zu gestalten", sagt der Hotelier. Wenn Bürger Geld in diese Aktion stecken, würden sie auch verstärkt ein Augenmerk auf ihr Eigentum haben. Das sei sozusagen ein positiver Synergieeffekt dieser Aktion.Zurzeit befinde man sich in Gesprächen mit dem Architekten, wie Ideen, die während des LR-Leserforums eingebracht wurden (die RUNDSCHAU berichtete), umgesetzt werden können. Im Gespräch seien neben dem Aufstellen von Pflanzschalen auch das Pflanzen größerer Bäume vor dem Rathaus, wie es früher einmal war.
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