Babbener kritisieren Flickschusterei
Laster donnern durch das Heidedorf und hinterlassen Schäden / Straßenausbau verschoben
Babben Babben, mitten im Wald gelegen, ist alles andere als ein verträumtes Heidedorf. Längst nicht nur Fuchs und Hase fühlen sich durch den starken Autoverkehr gestört. Mehr als 80 Fahrzeuge sind hier frühmorgens in nur zehn Minuten gezählt worden – auf einer Straße, die so viel Betrieb nicht verkraften kann. Immer wieder kracht es zwischen Babben und Breitenau – auch einen tödlichen Unfall gab es bereits.
„Die Ränder der Bitumendecke sind abgefahren oder haben eine hohe Kante. Weil Fahrzeuge bei Gegenverkehr die Straße mit zwei Rädern verlassen müssen, sind gefährliche Schlaglöcher entstanden – die man nicht rechtzeitig sieht, wenn sie voll Wasser oder Eis sind“, klagt Maria-Angela Matuschka. In den letzten Jahren habe es auf dieser Straße mehr als 20 Verkehrsunfälle gegeben – vor zwei Jahren sogar einen mit tödlichem Ausgang, als die Straße glatt war. Die Babbenerin hat sich schon die Finger wund geschrieben, den Kreis und das Land auf den schlimmen Zustand der Straße aufmerksam gemacht. Druck haben Einwohner auch mit einem Schreiben an den Petitionsausschuss des Landtages ausüben wollen. Der hatte mitgeteilt, dass nach dem Ausbau der Straße zwischen Finsterwalde und Breitenau, was inzwischen erfolgt ist, der fünf Kilometer lange Abschnitt zwischen Birkwalde und Babben drankommt – jedoch nicht vor 2011.
Das Schreiben aus dem Jahre 2010 ist längst unaktuell. Weil man in Potsdam beim Straßenbau kräftig an der Sparschraube dreht, soll die vielbefahrene Piste durch den Wald erst im Jahre 2014 in Angriff genommen werden, sagt man beim Kreis. „Vorausgesetzt, wir bekommen Fördermittel“, räumt Matthias Schneller, zuständiger Amtsleiter für Kreisentwicklung und Landwirtschaft, ein. Der will zunächst eine neue Verkehrszählung veranlassen – weil die alte im völligen Widerspruch zu den Zahlen der Babbener steht. Danach soll lediglich ein Fahrzeug pro Minute durch das Heidedorf fahren.
Extras zum Artikel
Schlagworte zum Artikel:
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 03. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 03. Februar 2012, 10:02 Uhr
Autor: Von Dieter Babbe

Jüngste Kommentare (2)
LKW-Transit
von Megander
Auf dieser Strecke verkehren seit einiger Zeit auch LKW - ist halt eine "nette" Abkürzung. Und die machen keinen Platz. Müssen sie auch nicht, Recht des Stärkeren und so. In Babben selbst geht es wegen der engen Straße, die im Ort oft viel zu schnell befahren wird, auch nicht. Und das mit der Vorfahrt am Abzweig Rehhain/Lindthal(?) kriegen auch nur die wenigsten hin. Und die "Straße" ist wirklich ein Elend.
Ich kann die Babbener verstehen. Besonders zu zeiten des Berufsverkehrs würde ich mich an manchen Grundstücken nicht vor die Tür trauen.
ist ja irre...
von Dusterbusch
hat Babben eine Autobahn? Wieviel Fahrzeuge fahren in 24 Stunden durch Babben? Macht mal eine Verkehrszählung! Von Calau nach Babben kamen mir bis jetzt max. 3 Pkw entgegen! Oftmals hatte ich keinen Gegenverkehr. Schaumschläger! Zu Recht ist aber die Kreisgrenze auch blind erkennbar!
MfG