57 Crinitzer Helfer motzen ohne einen Euro altes Teehaus auf
Crinitzer Baukeramik als Motor im Ort mit der SilbeElster geehrt
Crinitz Crinitz ist noch immer hoch verschuldet, könnte sich praktisch kaum etwas leisten. Dass Crinitz doch immer wieder zu großen Sprüngen ansetzt und sogar ausgeflippte Ideen verwirklicht, hat nicht nur was mit dem umtriebigen Bürgermeister zu tun.
Von einem echten Gemeinschaftswerk, wo auch Baukeramik seine Finger mit im Spiel hat, erzählt Bürgermeister Hofmann besonders gern. Seit mehr als 100 Jahren stand im Garten vom früheren Sägewerk ein Pavillon, der inzwischen baufällig geworden und vom Unkraut völlig eingewachsen war. „Der gehört ans Töpferdenkmal an der Straße nach Babben, damit die vielen Radler Halt und Rast machen können“, schmiedete Hofmann den Plan. Nur ein Jahr lang brauchte es, bis 57 (!) Firmen und Bürger der Gemeinde und darüber hinaus in ungezählten Einsätzen das wacklige und halbverfaulte Teehaus aufgemöbelt hatten. „Die Sitze haben wir sogar vom Berliner Olympia-Stadion rangeschafft, die dort 1936 eingebaut wurden und praktisch nicht kaputt gehen“, erzählt der Bürgermeister – und auch das: „Die alte Tür des Pavillons fanden wir in einer Gartenlaube wieder.“ Die Crinitzer Baukeramiker hatten die Klinker für den Sockel, die Bodenplatten und das Gebälk fürs Dach beigesteuert.
Inzwischen ist der Pavillon zu einem Magnet nicht nur für Radfahrer geworden. Eltern treffen sich hier mit den Kindern zum Spielen, Crinitzer zum Plausch, manche Männer auch zum Kartenspielen. Stellvertretend für die vielen tüchtigen Leute im Dorf ist Bernd Krauses Firma, die Baukeramik, jetzt mit der SilbeElster des Amtes Kleine Elster ausgezeichnet worden. „Die 500 Euro Preisgeld schmeißen wir in den Gemeindetopf, damit mal alle als Dankeschön zu einem gemeinsamen Essen eingeladen werden“, hat der Geschäftsführer so festgelegt.
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Erstellt am: 22. September 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 22. September 2011, 09:46 Uhr
Autor: Von Dieter Babbe

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