Mit dem Flüsterrohr wie Engel flüstern. Foto: Jürgen Weser Foto: Jürgen Weser
Die Künstlerin, selbst im Areal von Schloss und ehemaligem Klostergelände in Doberlug zu Hause, nähert sich dem Thema „Engelgeflüster“ auf sehr direkte und praktische Weise, aber auch in romantischer Spiritualität. Wie höre ich eigentlich Engel flüstern, fragt sich der Besucher der Ausstellung. Große bietet mit ihrer Rauminstallation im Foyer über zwei Etagen einen augenzwinkernden Vorschlag. Mit Flüsterrohr und drei Sesseln können die Ausstellungsgäste versuchen, Engelgeflüster zu vernehmen. Egal, wer der Engel am anderen Ende der stillen Post ist. Ironisch stellt die Künstlerin die Kraft der Engel in Frage. Beim „13. Flugversuch“ versteckt sich ein Engel abergläubisch in den Blättern eines Blumentopfes: Die Skulptur aus Holz und Mischtechnik vermittelt vom Schutzengel keine Spur mehr. In sich versunken und doch sehr selbstbewusst anmutend schwebt das weibliche Konterfei eines sehr heutigen „Engels“ auf dem großformatigen Acrylbild im Foyer und erinnert mit ornamentaler Symbolik an Jugendstilträume. Steinzeugsäulen komplettieren das künstlerisch vielseitige Angebot von Catrin G. Große für das „Engelgeflüster“. Die Offenheit des Zugangs zum Thema wie bei ihr ist ein Merkmal zahlreicher Arbeiten in der Ausstellung.