„Meine Mutter hat mir die Krankheit Diabetes mit in die Wiege gelegt“
Sonnewalde Zum dritten Mal veranstaltet die Diabetiker-Selbsthilfegruppe Sonnewalde und Umgebung in diesem Jahr ein Schulprojekt an der Sonnewalder Grundschule. Am 18. März wird Karlheinz Nowotny, der Leiter der Selbsthilfegruppe, sich mit dem Schülern der 5. und 6. Klassen der „rätselhaften Volkskrankheit“ Diabetes nähern.
08.02.2010
Karlheinz Nowotny.
„Ich werde die Geschichte der Krankheit, die anfangs noch am Geschmack des Urins erkannt wurde, vorstellen und darüber informieren, wer gefährdet ist und wie man sie durch eigenes Zutun, durch richtige Ernährung und viel Bewegung, verhindern kann“, so Nowotny. Die Schüler sollen sich bei Projekten mit der Krankheit auseinandersetzen. Eine Umfrage vor zwei Jahren unter Sonnewalder Schülern ergab, dass außer bei zwei Kindern alle anderen mit Diabetes in der Familie zu tun hatten. „In Deutschland ist jeder Zehnte ein Diabetiker“, verweist Karlheinz Nowotny. „Meine Mutter hat mir diese Krankheit praktisch in die Wiege gelegt. Wer wie ich mit acht Pfund zur Welt kommt, bekommt irgend wann in seinem Leben Diabetes. Bei mir war es mit 40 Jahren. Doch man kann mit der Krankheit leben“, verweist der 79-Jährige, der ständig eine Insulinpumpe trägt. Das Schülerprojekt soll beim 3. Diabetikertag am 5.
Mai in Sonnewalde öffentlich und in Gesprächsrunden vorgestellt werden. Der Diabetologe Dr. Hans-Christoph Treichel, ehemaliger langjähriger Chefarzt des Genthiner Krankenhauses, wird an dem Tag über die Krankheit informieren. Die Sonnewalder Selbsthilfegruppe gibt es seit vier Jahren. Etwa 40 Mitglieder treffen sich einmal im Monat zu Informationsveranstaltungen, auch zu gemeinsamen Fahrten. Nächster Treff ist heute um 15 Uhr beim DRK-Stützpunkt in Sonnewalde. Thema: Bewegung und gesunde Ernährung spart Medizin. Die Cottbuser Ernährungsberaterin Carmen Piokowskie sagt, wie Diabetiker leben sollten. Interessenten sind herzlich eingeladen. –db- –db-
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