„Als würde ein Engel über das Eis gleiten“
Sornoer haben alte Tradition des Eislaufens auf den Bullenwiesen zur Freude von Jung und Alt wiederbelebt
Sorno Für Isolde Bergmann ist am Wochenende eine uralte Tradition wieder belebt worden: In Sorno fand eine Eisparty statt. Damit wurden bei ihr Erinnerungen wach: „Wir haben zu LPG-Zeiten hier ein Stückchen Fläche bewirtschaftet.
Im Feuerwehrverein in Sorno war überhaut die Idee herangereift. Da Schnee fehlt und die Rodelparty ausfallen musste, sollte wenigstens aus dem Frost das Beste gemacht werden. „Lasst uns eine Eisparty organisieren“, waren sich die Vereinsmitglieder um Sebastian Will einig. In der Senke auf den Bullenwiesen glitzerte bereits eine kleine Eisfläche. Gerhard Krüger als Besitzer der Fläche war einverstanden und Gerätewart Daniel Barig vergrößerte die Eisfläche.
Erich Günther (8) aus Finsterwalde war mit seiner Mutter nach Sorno gekommen, um sein Weihnachtsgeschenk einzuweihen. „Wenn ich hinfalle mache ich einfach die Arme breit. Dann sieht es so aus, als würde ein Engel übers Eis gleiten“, sagte der Junge, bevor er sich bei Anne Richter einen kostenlosen warmen Tee holte.
Für Konrad Schüler (9) aus Sorno war es bereits der vierte Eislauf in diesem Jahr. Seine Mutter Susan hatte früher jede Gelegenheit zum Schlittschuhlaufen genutzt. „Wenn schon Frost herrscht, dann muss man das doch nutzen“, sagte sie.
Sebastian Will hatte sich extra neue Schlittschuhe gekauft und weihte sie ein. Er freute sich, dass fast viele Gäste aus den umliegenden Orten nach Sorno gekommen war. Ortsvorsteher Marco Bergmann fuhr früher Gleitschuh. Nun lieh er sich Schlittschuhe und probierte sich auf dem Eis.

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