20. Februar 2012, 10:19 Uhr

Viele Unfälle durch Glätte - ein Toter im Elbe-Elster-Kreis

Oschätzchen Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am Montagmorgen zwischen Kröbeln und Oschätzchen (Elbe-Elster) ein 21-jähriger Mann aus Riesa ums Leben gekommen. Er war mit seinem Auto gegen einen Baum geprallt und starb noch am Unfallort. Überfrierende Nässe führte am Montagmorgen zu vielen Verkehrsunfällen vor allem im Süden Brandenburgs.

Junger Mann (21) stirbt bei schwerem Verkehrsunfall zwischen Ösc
Junger Mann (21) stirbt bei schwerem Verkehrsunfall zwischen Oschätzchen und Kröbeln Foto: Veit Rösler/vrs1
"Wir gehen davon aus, dass der PKW aufgrund der bestehenden Witterungsumstände mit unangepasster Geschwindigkeit gefahren ist. Dabei ist er ins Schleudern geraten und gegen einen Baum geprallt“, so ein Polizeibeamter an der Unfallstelle. Zum Unfallzeitpunkt herrschten in dem Gebiet Temperaturen um den Gefrierpunkt und extrem glatte Straßenverhältnisse.

Toter bei Unfall nahe Oschätzchen Foto: Frank Claus
Bei einem weiteren schweren Unfall auf eisglatter Straße wurde am Montagmorgen gegen 7:10 Uhr zwischen Kraupa und Dreska ein Autofahrer schwer verletzt. Ein weiterer Fahrer eines PKW erlitt leichte Verletzungen. Die drei beteiligten Fahrzeuge wurden zum Teil schwer beschädigt. Ein aus Richtung Kraupa kommender Geländewagen war in einer Kurve ins Schleudern geraten und dabei mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen. Im weiteren Verlauf des Unfall kollidierte der Geländewagen mit einem weiteren entgegenkommenden Auto aus dem OSL- Landkreis. Die beiden 58 und 57 Jahre alten Fahrer wurden in das Krankenhaus Elsterwerda eingeliefert. Weil sich die Bergung wegen der glatten Straße als schwierig erwies, wurde von der Unfallstelle aus von der Feuerwehr ein Streufahrzeug angefordert.

Insgesamt soll es im Elbe-Elster-Kreis mehr als fünfmal witterungsbedingt gekracht haben. Es blieb hier zumeist bei Blechschäden. In Calau (Oberspreewald-Lausitz) rutschte ein Auto in einen haltenden Bus. Mehr als 5000 Euro Schaden sind zu beklagen.

Auch die Autobahnen 13 und 15 waren von Glätte betroffen. Es kam zu vielen Unfällen, in dessen Folge die Autobahnen teilweise komplett gesperrt werden mussten. Zwischen Ragow und Mittenwalde (Dahme-Spreewald) geriet am Montagmorgen ein Auto ins Schleudern und prallte gegen einen Möbellaster. Dieser kam von der A 13 ab und kippte um. Drei nachfolgende Autos konnten aufgrund der Glätte nicht mehr bremsen und prallten zusammen. Vier Menschen wurden leicht verletzt. Die A 13 musste zwischen Ragow und dem Schönefelder Kreuz gesperrt werden.

Auf der A 15 bei Vetschau ist ein Autofahrer aufgrund plötzlich auftretender Glätte ins Schleudern geraten und einem Laster in die Seite gefahren. Dabei schlitzte das Auto den Lastertank auf. Diesel floss aus Diesel. Auf 5000 Euro schätzt die Polizei den Schaden.

Video Nachrichten zum Artikel
Extras zum Artikel
Schlagworte zum Artikel:
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:

Erstellt am: 20. Februar 2012, 10:19 Uhr
Geändert am: 20. Februar 2012, 17:14 Uhr
Autor: vrs/boc/dpa

vrs/boc/dpa

Jüngste Kommentare (3)

für elektrosparer (und alle anderen)

von alfredo42

Das mit dem fehlenden Winterdienst ist sicher nicht falsch. Aber ursächlich sind die druckvollen Werbeversprechen für die in die Autos integrierte "Intelligenz", bei gleichzeitig mangelhafter Schulbildung im Fach Physik. Wenn ich weiß, daß ausschließlich die vier kleinen Auflageflächen meiner Reifen durch Haftreibung die Verbindung zum Untergrund herstellen, hilft nur die eigene Intelligenz: ich muß langsamer fahren. Sicher kann jeder mal ins Rutschen kommen. Die Bilder zeigen aber, daß solche Zersörungen nur bei sehr hohem Tempo möglich sind. Leber mal zu spät, als nie wieder ankommen !

für alfredo42

von elektrosparer

Antwort auf folgenden Beitrag von alfredo42 am 21.02.2012 12:10 Uhr

Mein täglicher Arbeitsweg von 120 km zeigt mir fast täglich, dass es immer wieder einige super Helden auf unseren Straßen gibt! Auch das die Physik Grenzen kennt, ist wohl jedem bekannt! Nur es kann nicht angehen, dass mitten im Berufsverkehr keinerlei Winterdienst gemacht ist! Selbst Bundesstraßen sind von Eis überzogen! Warum wird an der Sicherheit beim PKW Fahrer gespart, wie Winterdienst, schlechte Straßen und unmögliche Umleitungen?

Wo war der Winterdienst!

von elektrosparer

Der Winterdienst hat einen maßgeblichen Anteil an den vielen Unfällen! Diese miserablen Straßenbedingungen am gestrigen Morgen, dank der Sparmaßnahmen, gehen auf Kosten der Verkehrsteilnehmer! Wohl dem der nur einen kleine Blechschaden an seinem Fahrzeug zu beklagen hatte! Die sächsischen Kollegen hatten wieder einmal um Längen die Nase vor, denn dort konnte man fast uneingeschränkt vernünftig unterwegs sein! Ob das sächsisch brandenburgische "Phänomen" dem jungen Mann zum Verhängnis geworden ist? Leider hilft ihm das jetzt auch nicht mehr!

Kommentar hinzufügen

Noch kein Passwort? Hier registrieren