25. März 2008, 00:00 Uhr

Vandalenakt: Mehr als 150 Grabstätten in Herzberg zerstört

Entsetzen lähmte die ältere Dame, nachdem sie am Samstag gegen 8.30 Uhr das Friedhofstor in Herzberg durchquert hatte und einige Schritte hin zu den Grabreihen gelaufen war. Fassungslos sah sie ganze Reihen umgestoßener Grabsteine, herausgerissene Kreuze und zerschlagene Blumenschalen. Zerstörung, wohin sie schaute. Der Schock saß tief, doch sie drehte sich um, eilte zum nächsten Telefon und informierte die Polizei.

Als die Beamten wenig später vor Ort eintrafen, waren bereits das Herzberger Ordnungsamt, Bestattungsunternehmen und Pastorin Renate Timm verständigt. Durch weitere Friedhofsbesucher verbreitete sich die furchtbare Nachricht in Windeseile in Herzberg. Immer mehr Leute suchten den Weg zum städtischen Friedhof, der der evangelischen Kirchengemeinde gehört.

Gewaltsam umgestoßen, gegeneinander gedrückt und oft auch zerbrochen – viele Grabsteine und Grabstätten sind stark zerstört. In Herzberg ist man fassungslos. Foto: Sven GückelFoto: Serena Nittmann


Doch so sehr die Polizisten die Betroffenheit der Bürger verstanden, hatte die Spurensicherung erst einmal Vorrang. Das Terrain wurde für Stunden von beiden Seiten abgesperrt, so dass die Mitarbeiter der Kripo und der Spurensicherung ihre Arbeit verrichten konnten. Etwa 150 Grabstätten, so ergab eine erste grobe Zählung, waren augenscheinlich durch grobe Gewalt zerstört worden. Schon nach kurzer Zeit wagten die Polizisten eine erste Vermutung: «Das kann nicht nur eine Person gewesen sein.»
Wer aber tut so etwas? Nicht nur die Betroffenen hoffen, dass jemand die Täter bemerkt hat. Auch Pastorin Timm hofft darauf.
Extras zum Artikel
Schlagworte zum Artikel:
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:

Erstellt am: 25. März 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 25. März 2008, 10:58 Uhr
Autor: Von Gabi Zahn

Von Gabi Zahn

Jüngste Kommentare

Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden
Kommentar hinzufügen

Noch kein Passwort? Hier registrieren