Vandalenakt: Mehr als 150 Grabstätten in Herzberg zerstört
Entsetzen lähmte die ältere Dame, nachdem sie am Samstag gegen 8.30 Uhr das Friedhofstor in Herzberg durchquert hatte und einige Schritte hin zu den Grabreihen gelaufen war. Fassungslos sah sie ganze Reihen umgestoßener Grabsteine, herausgerissene Kreuze und zerschlagene Blumenschalen. Zerstörung, wohin sie schaute. Der Schock saß tief, doch sie drehte sich um, eilte zum nächsten Telefon und informierte die Polizei.
Doch so sehr die Polizisten die Betroffenheit der Bürger verstanden, hatte die Spurensicherung erst einmal Vorrang. Das Terrain wurde für Stunden von beiden Seiten abgesperrt, so dass die Mitarbeiter der Kripo und der Spurensicherung ihre Arbeit verrichten konnten. Etwa 150 Grabstätten, so ergab eine erste grobe Zählung, waren augenscheinlich durch grobe Gewalt zerstört worden. Schon nach kurzer Zeit wagten die Polizisten eine erste Vermutung: «Das kann nicht nur eine Person gewesen sein.»
Wer aber tut so etwas? Nicht nur die Betroffenen hoffen, dass jemand die Täter bemerkt hat. Auch Pastorin Timm hofft darauf.

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