Mann verstirbt in der Lausitztherme Wonnemar
Dresdner Gast sieht sich ungerecht behandelt und fordert Geld zurück / Hausleitung: „Es war ein Notfall“
Bad Liebenwerda Passiert ist es am Dienstag gegen 10.50 Uhr im Erlebnisbadbereich der Lausitztherme Wonnemar in Bad Liebenwerda. Ein Mann Ende 30/Anfang 40 zeigt dem Personal an, dass es ihm nicht gut geht. Wenig später verstirbt er.
Stefan Grohmann (32) aus Dresden, der mit seiner Frau die Nutzung „Wonnemar komplett“ als Tageskarte gebucht hatte, spricht gegenüber der RUNDSCHAU davon, dass die Mitarbeiter aufgeregt hin- und herliefen. Was ihn aber noch mehr ärgert, ist, dass er keine Entschädigung erhält. „Die anderen Gäste durften das Mineralforum umsonst nutzen, wir haben bezahlt“, sagte er und berichtete, dass das Mineralforum noch lange nach dem Vorfall für jeden Gast frei zugänglich gewesen wäre. Die Marketingchefin spricht von maximal einer Stunde. Danach seien die Gäste gebeten worden, wieder nur die Bereiche zu nutzen, für die sie bezahlt hätten.
Der Dresdner habe an der Rezeption eine Reduzierung seines Eintrittspreises erwirken wollen. Dies sei ihm vom „unfreundlichen Personal“, wie er meinte, verwehrt worden. Susanne Ott bestätigt, dass sie mit dem Mann und seiner Frau gesprochen und ihm auch deutlich gemacht habe, dass sich eine Ermäßigung, wenn überhaupt, sicher nur im Cent-Bereich bewegen würde. „Ich habe mehrfach versucht, ihm deutlich zu machen, dass es sich um eine Notsituation gehandelt hat“, so Susanne Ott.
Grohmann berichtet dann noch, dass er die Mitarbeiter an der Rezeption darauf aufmerksam gemacht habe, dass auf dem Parkplatz ein Auto stehen würde, an dem die Blinklichtanlage leuchte und das nicht verschlossen sei. Auf seine Bitte, den Besitzer ausfindig zu machen, um Diebstahl zu verhindern, seien die Mitarbeiter ebenfalls „unfreundlich“ gewesen und hätten ihm entgegnet, dass sie bereits Durchsagen in Badbereichen, außer in der Sauna, vorgenommen hätten. In der Sauna seien diese Ansagen nicht möglich, hätte es noch geheißen. Grohmann: „Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich jemand ernsthaft kümmert.“
Schelte, wo Schelte am Platz ist - Ein Kommentar von Frank Claus
Da versuchen die Mitarbeiter der Lausitztherme Wonnemar einem Mann zu helfen und den Badebetrieb dennoch aufrecht zu erhalten. Klar, dass so ein tragischer Notfall Einschränkungen im normalen Ablauf erzeugt. Für mich jedenfalls ist nicht nachvollziehbar, dass ein Gast vor diesem Hintergrund einen Teil seines Eintrittsgeldes zurückverlangt. Ganz anders ist die Situation, wenn Leistungen nicht erbracht oder eingeschränkt werden. In der Sauna gibt es wieder einmal jede Menge Ärger, weil die Schwitzstuben überfüllt sind, zwei Aufgüsse weniger angeboten werden und manche Gäste nicht mehr in den Genuss eines solchen kommen. Hier muss sich die Therme schnell was einfallen lassen und sich wieder mehr als Dienstleister für den Gast verstehen. Nötig sind in Spitzenzeiten mehr Personal und parallele Aufgüsse. Der gute Ruf ist in Gefahr!
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Erstellt am: 02. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 10:58 Uhr
Autor: Frank Claus

Jüngste Kommentare (24)
Menschenverachtender Artikel und Kommentar
von Bali
Das ein solcher Artikel in der EE-Rundschau erscheint, hätte ich nie für möglich gehalten. Ein Mensch ist im Wonnemar gestorben. Dies kann man kurz in der Rundschau erwähnen. Unser Mitgefühl, unsere Gedanken sollten den Angehörigen, aber auch dem Personal im Wonnemar gelten. Pietätlos, dass Herr Claus unter der o. g. Überschrift den überwiegenden Teil des Artikels einem dummfrechen Vollidioten aus DD widmet. Das kann nicht sein! Dem Mann sollte Hausverbot im Wonnemar ausgesprochen werden. Statt dessen bietet man ihm einen Riesenartikel. Ich hoffe nicht, dass der Artikel allen Ernstes so beabsichtigt war, um Verkaufszahlen zu steigern. Und was bitte schön, soll denn der nachgeschobene Kommentar? Unter dem Artikel "Mann verstirbt im Wonnemar" ist ein Kommentar "Schelte, wo Schelte am Platz ist" eben nicht am Platz. Herr Claus, das hat NICHTS mehr mit Journalismus zu tun... Ein Mensch ist gestorben. Kritik am Wonnemar, wenn angebracht, dann ok. Aber doch nicht an dieser Stelle!
Lauter Heilige im Forum
von Warteschleife
-oder Scheinheilige? Sprecht doch mal mit Servicepersonal der Bahn, wieviele "Könige Kunden" nach Unfällen mit Personenschäden (Suiziden) nach Verspätungsgutscheinen nachfragen? So ist das nun mal.
Na, Gott sei Dank,
von CB_Diaspora
diese distanzierende Kommentierung war auch dringend nötig, verehrter Herr Claus!
Mann verstirbt in der Lausitztherme Wonnemar
von Richard0010
Ein Notfall, ein Mensch verstirbt und Herr Grohmann versucht daraus Kapital zu schlagen. Schämen Sie sich nicht? Was sind Sie nur für ein piätetloser Mensch???
Und dem Verfasser des Artikels unterstelle ich Taktlosigkeit und kein Feingefühl für diesen mehr als mißratenen Artikel.
Den Hinterbliebenen des Opfers spreche ich meine aufrichtige Anteilnahme aus.
LR sinkt auf verachtendes Niveau
von unbekannt
Ob der Herr G. aus Dresden weis was er tut oder sagt wäre gar nicht an die Öffentlickeit gelangt, wenn ein pietäloser FC es nicht geschrieben hätte. Falsch verstanden Pressefreiheit und einfach takt- und gefühlslos. Ware Größe wäre, wenn sich Herr FC bei den Lesern für diese Art des Artikels entschuldigen auch bei den Angehörigen des Verstorbenen. Mein Beileid.
Schreibverbot über gesellschaftliche Mißstände...
von Megander
Antwort auf folgenden Beitrag von unbekannt am 03.02.2012 11:12 Uhr
... und das Problem verschwindet von allein. Genau!
Anfrage an Radio Jerewan: Hätte sich die Katastrophe von Tschernobyl verhindern lassen?
Antwort: Im Prinzip ja, wenn nur die Schweden die Klappe gehalten hätte.
Ganz so ist es wohl nicht!
von CB_Diaspora
Antwort auf folgenden Beitrag von Megander am 03.02.2012 11:24 Uhr
Wenn der Autor des LR-Beitrages den "Dresdner" hätte "vorführen" wollen, hätte er wohl auf die Nennung des vollständigen Namens verzichtet. Insofern glaube ich nicht, dass dem Autor des LR-Beitrages klar war, welch' unmögliches Verhalten er da schildert. Gestützt wird diese Einschätzung dadurch, dass der Autor des LR-Beitrages auch keine distanzierende Kommentierung vornimmt. Insofern muss sich der Autor wohl durchaus kritische Fragen gefallen lassen. Er könnte ja z. B. hier eine kurze persönliche Klarstellung veröffentlichen!
Rabatthai
von unbekannt
Herzlichen Glückwunsch. Menschen sterben und wir feilschen um Rabatt. Nach persönlichem Gespräch unter 03533/ 162 962 überweise ich Herrn Grohmann gern seinen Fehlbetrag. Wir Sachsen sind nicht so pervers. Geiz ist geil? Nö!
einfach nur widerlich
von Dusterbusch
warum muß ein Mensch ausgerechnet dann im Bad sterben, wenn dieser Sachse dort seinen Spass haben möchte? Na immerhin hat er (noch) nicht wegen verdorbenen Spasses geklagt! Menschen gibt es ...
Die Mitarbeiter haben richtig gehandelt und Aufregung in so einer Situation ist mehr als verständlich!
MfG
Toleranz ?
von Timetunnel
Ein Mensch stirbt in einem Spassbad, auch Therme genannt. Eine Ausnahmesituation, nicht nur für die Badegäste, auch für das Personal. Da liegen schon mal die Nerven blank. Der Tod meldet sich nicht an, er kommt überraschend, gerade Kinder werden es schwer verstehen. Für uns Erwachsene auch ein Hinweis, jeden kann es treffen, egal ob in der Freizeit oder im Beruf ! Da sollte man mal drüber nachdenken. Die Verrohung der Gesellschaft ist für mich allgegenwärtig, an diesem Beispiel kommt sie mir in grotesker Form sehr nahe. Jemand fragt nach einer Preisminderung ? Oder Erstattung ? Wofür ? Da ist Toleranz gefragt, nicht nur für die Mitmenschen, die noch wissen was der Begriff bedeutet ! Ich finde es aber gut, daß die LR das Thema so ungeschminkt wiedergibt, um mal die Gedanken auf ein Manko in dieser Gesellschaft hinzuweisen.
Gruß
TT
Toleranz ?
von Timetunnel
Im Spassbad stirbt ein Mensch. Das kommt vor, der Tod meldet sich nicht an. Eine Ausnahmesituation also, auf die niemand vorbereitet ist. Da gehen auch mal die Nerven durch, gerade Kinder verstehen das nicht. Da ist Toleranz gefragt, nicht der Ellenbogen und ein Stück gesunder Menschenverstand. Vielleicht auch der Hinweis darauf, daß wir alle sterblich sind und der Zeitpunkt nicht bekannt ist. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen, mein Beileid !
Man muss sich das einmal durch den Kopf gehen lassen:
von CB_Diaspora
Da regt sich jemand darüber auf, dass andere Gäste des Bades wegen eines Notarzteinsatzes bzw. Todesfalles in das "Mineralforum" als Ausweichmöglichkeit gebeten wurden (selbstverständlich kostenlos!), und er verlangt jetzt, dass man ihm deswegen jetzt als Vollzahler die Zuzahlung für das Minalforum im Nachhinein erstattet?
Erbärmlich!
Erbärmlich
von hartmannsdorfer
Schauderlich, auf welch infarme und rohe art und Weise, über den Tot eines Menschen berichtet wird!
Aber noch dämöicher, wie dieser komische Sachse dort aufgetreten ist. Ich habe bislang keine schlechten Erfahrungen im Wonnemar gemacht. Und die Tatsache, dass die Badegäse vom Ereignisort fern gehalten werden sollten, zeigt die Überlegtheit des Personales.
Dieser Sachse verklagt auch noch seine Kinder, würde er damit Geld schinden können. Wie armseelig doch Leute sein können. Menschen darf man ja an dieser Stelle nicht schreiben. Ich will uns ja nicht auf eine Stufe mit solchen Leuten stellen.....
Solch Leuten gehört einfach recht und links eins auf die zwölf...
Unglaublich!
von elektrosparer
Angesichts des Unfalls bzw. des Todes des Mannes ist es beschämend in diesem Artikel diesen Dresdner zu erwähnen! Diese dauernd Nörgeler und Meckerer sollten bleiben wo sie herkommen! Bitte bietet diesen Typen keine Plattform, damit sie ihren Frust loswerden können! Denn das ist nicht die Meinung der meisten Gäste! Bis jetzt habe ich fast immer positive Erfahrung mit dem Personal im Wonnemar gemacht und wenn es einmal nicht so passt, bin ich Mann genug es mit einem Schmunzeln zu klären!
Unglaublich
von seenlandfan
Da fehlem einen die Worte. Aber die LR sollte Abstand nehmen,solchen Leuten ein Forum zu bieten.
grausam...
von markz
... soviel verrohtheit bei schreiber und dresdener!
Frechheit
von unbekannt
das ist mal absolut d**m sowas hier zu schreiben.Du solltest wirklich in grund und boden versinken.und zum dresdner volli***t wie kann man denn echt so ein sch**ß interview geben.für diese aktion müsstest du eigentlich noch drauf zahlen und nich anders.warscheinlich bist du so d**m und das auto mit dem warnblinklicht was du gesehen hast war bestimmt der rettungsdienst oder der notarzt.das würde ich dem echt zutrauen.sowas kann man echt nicht verstehen.bin wirklich schockiert darüber.
Was hat das Geld mit dem Tot zu tun?
von lastname
Haben Sie sich den Artikel denn durchgelesen? Der Überschrift vernimmt man, dass dort jemand auf tragische Art und Weise ums Leben kam. Und in Ihrem Artikel schreiben Sie von irgendwelchen Geldnöten irgendeines Mannes, der auf irgendein unverschlossenes Auto auf dem Parkplatz hingewiesen hat? Ja gehts denn noch?
Was ist dass denn für ein liebloser Artikel? Der Mann ist verstorben und Sie fokussieren sich auf irgendwelche Centbeträge? Vollkommen unerklärlich!
Man ist immer "unfreundlich", ...
von Megander
... wenn man als Dienstleistungssklave dem Kunden (der sich oftmals nicht wie ein König, sondern ein totalitärer Diktator aufführt) eine Bitte abschlägig bescheiden muß.
Und daß dieser spezielle Sachse angesichts einer außergewöhnlichen Notsituation keine anderen Sorgen hat als seine dämliche Feilscherei, spricht Bände - nicht nur gegen einen Job im Dienstleistungsgewerbe, sondern auch über seine Person.
Den Autor des Beitrages (Frank Claus) möchte ich fragen:
von CB_Diaspora
Warum berichten Sie überhaupt über das meines Erachtens indiskutable Auftreten des "Dresdners"? Sie hätten darauf verzichten oder aber es kommentieren sollen.