Schon gewusst? Zum Naturpark gehören unter anderem 49 Orte. Karte: Naturparkverwaltung Niederlausitzer Heidelandschaft

 

Zu Türmen mit Falken und Burgen, erbaut von Vegetariern

"Wilde" Tiere mitten in der Kurstadt Dienstag, 15. Mai 2012FFH-Gebiete sind spezielle europäische Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz, die dem Schutz von Flora, Fauna und Habitaten dienen, die in mehreren Anhängen zur FFH-Richtlinie aufgelistet sind. Die Kurstadt Bad Liebenwerda wird von einem solchem Schutzgebiet durchzogen. Die Teilnehmer erkunden während einer Wanderung mit dem Ranger, was die Tiere in die Nähe des Menschen zieht. Warum ziehen einst typische Waldbewohner immer öfter ihren Nachwuchs in der Stadt groß? Weshalb leben Felsbewohner mitten unter uns? Und warum werden regelmäßig Staudämme errichtet?

 

Treff: 9 Uhr am Naturparkhaus – Markt 20, Bad Liebenwerda

Dauer: 3 Stunden

Strecke: etwa 4 Kilometer

Hinweis: Barriere freie Wanderung, auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet, wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk, optische Ausrüstung und Verpflegung bitte mitbringen

Kontakt: Tino Gärtner, Naturwacht, Tel.: 035341 10213 oder 0171 1540271

Anmeldung: bis zum 7. Mai 2011 erforderlich, begrenzte Teilnehmerzahl.

 

 

Spitze Krallen und krumme Schnäbel

Ranger-Erlebnistour: Ein Besuch bei Falke, Adler und Co Freitag, 1. Juni 2012Sechzehn Greifvögel- und Eulenarten gibt es im Naturparkgebiet – vom riesigen Seeadler bis zum winzigen Sperlingskauz. Die Naturwacht lädt Sie ein, einige Vertreter persönlich kennenzulernen und viel Wissenswertes über die "Krummschnäbel" zu erfahren. Welche Unterschiede gibt es im Aussehen und in ihrer Lebensweise? Wo lauern die häufigsten Gefahren? Wann und wie kann man welche Art am besten beobachten oder warum nicht? Die Teilnehmer sind hautnah bei einer Beringung dabei und besuchen zum Abschluss die Auffang-, Pflege- und Auswilderungsstation "Försterei Oppelhainer Pechhütte".

 

Treff: 8 Uhr am Naturparkhaus, Markt 20, Bad Liebenwerda

Dauer: 8 Stunden

Hinweis: Wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und optische Ausrüstung bitte mitbringen, zu Mittag Besuch einer Gaststätte der "Regionalen Speisekarte".

Kontakt: Uwe Albrecht, Naturwacht Brandenburg,

Tel. 035341 10213

Anmeldung: bis zum 18. Mai 2011 erforderlich – begrenzte Teilnehmerzahl.

 

 

Heiße Liebe, kaltes Licht – die Hochzeitsnacht der Glühwürmchen

Nacht-Wanderung Samstag, 16. Juni 2012In lauen Nächten ist ein besonderes Naturschauspiel zu beobachten: Hellgrün leuchtende Punkte flirren in der Luft herum, es ist die Hochzeit der Glühwürmchen. Die Leuchtkäfer senden zur Partnersuche in der Nacht ihre Lichtsignale aus. Nur die Männchen können fliegen, sie folgen dem Licht der Weibchen, die auf Pflanzen sitzen und auf Partner warten.

 

Im Naturschutzgebiet "Der Loben", einem Teilgebiet des Europäischen Vogelschutzgebietes "Lausitzer Heide" mit den verschiedensten Lebensräumen wie Wälder, Gewässer und Wiesen finden sie gute Bedingungen vor. Die Besucher entdecken bei einer abendlichen Naturwacht-Wanderung die kleinen Wunder am Wegesrand, lauschen den verschiedenen Stimmen der Natur und erlernen das Staunen neu.

Treff: 21 Uhr am Bahnhof,

04934 Hohenleipisch

Dauer: 2 Stunden

Strecke: 4 Kilometer

Kontakt: Uwe Albrecht, Naturwacht Brandenburg,

Tel. 035341 10213.

 

 

Durch die blühende Heide

Wanderung Mittwoch, 22. August 2012Es ist die Zeit der Hochblüte in der Gemeinen Besenheide. Die Naturpark-Heide im FFH-Gebiet "Forsthaus Prösa" soll der Lüneburger Heide in nichts nachstehen, sagt man. Überzeugen können sich die Teilnehmer auf der Tour selbst. Bei dieser Ranger-Wanderung lernen Gäste die Flora und Fauna im Gebiet kennen.

 

Treff: 9 Uhr am Waldparkplatz Hohenleipisch (am Ende der Berliner Straße, Richtung Friedersdorf)

Dauer: 4 Stunden

Strecke: 13 Kilometer

Hinweis: Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind erforderlich. Ein Fernglas erhöht den Genuss.

Kontakt: Petra Wießner, Naturwacht Brandenburg,

Tel. 03533 510880.

 

 

Im Wald und auf der Heide

Wanderung Sonntag, 2. September 2012Während des Heidetages in Hohenleipisch findet diese Wanderung mit der Naturwacht in das Naturschutzgebiet "Forsthaus Prösa" statt. Ziel sind die Offenflächen mit der im Spätsommer lila blühenden Gemeinen Besenheide. Große Anstrengungen sind in den letzten Jahren unternommen wurden, damit diese Pracht erhalten bleibt. Die Teilnehmer erfahren während der Wanderung mehr darüber.

 

Treff: 9 Uhr ab dem Festgelände der "Lobenburger" in Dreska

Dauer: 4 Stunden

Strecke:13 Kilometer

Kontakt: Petra Wießner, Naturwacht Brandenburg,

Tel. 03533 510880.

 

 

Schnucken gucken

Ranger-Erlebnistour – Exkursion in die "Prösa" und Besuch des Heideschäfers Mittwoch, 5. September 2012Der Spätsommer ist eine ideale Zeit für einen Besuch der Heideflächen im Naturschutzgebiet "Forsthaus Prösa". Ein Meer von tausend lila Calluna-Blüten breitet sich über die Offenflächen aus. Aus der Ferne ist das Blöken der Heideschnucken zu hören und in der Luft liegt ein Hauch von Waldpilzen.

 

Die Teilnehmer können sich von dem Ranger für einen Tag in eine andere Welt entführen lassen. Was wäre die Heide ohne die Heidschnucken? Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gibt es zwar erst seit 1995 eine Heidschnuckenherde, aber ohne sie wäre ein Ausflug in die blühende Heide kein solches Erlebnis. Die Schnucken leisten einen großen Beitrag für die Regionalwirtschaft. Ohne ihren Hunger nach den grünen Trieben der Heide, würde diese überaltern und sehr schnell wäre Wald an der Stelle von Offenland. Für die Bienen gäbe es keine Heideblüte und damit keine Heidehonig und weitere Produkte, wie Heidebier und Heidebrot, sind undenkbar. Natürlich darf bei so einer Exkursion ein Besuch des Schäfers beim Hüten seiner Heidschnuckenherde nicht fehlen.

In einer Gaststätte der "Regionalen Speisekarte" wird eine Mittagsrast eingelegt und wer möchte, kann einen leckeren Schnuckenbraten probieren.

Treff: 8 Uhr, Naturparkhaus, Markt 20, Bad Liebenwerda

Kosten:15 Euro für Erwachsene und 5 Euro pro Kind für die Führung und Transfer, Mittagessen nicht im Preis enthalten

Dauer: 8 Stunden

Hinweis: Wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und optische Ausrüstung bitte mitbringen, zu Mittag besuchen die Teilnehmer eine Gaststätte der "Regionalen Speisekarte"

Anmeldeschluss: 22. August 2011, Teilnehmerzahl begrenzt

Kontakt: Ina Tschiesche, Naturwacht Brandenburg,

Tel. 035341/10192.

 

 

"Wenn Sonne lacht, nimm Blende 8!"- Indian Summer in der "Prösa"

Fotosafari Sonntag, 14. Oktober 2012Das größte Naturschutzgebiet im Naturpark und Teil des Europäischen Vogelschutzgebietes "Lausitzer Heide" bietet zu jeder Jahreszeit unendlich viele Motive mit seinem Trockenrasen und den Heideflächen. Ein besonderes Highlight ist aber der Traubeneichenwald und das gerade im "Goldenen Herbst". Egal, ob bei Nebel oder wenn die Sonne durch die bunten Blätter blinzelt, ein herbstlicher Laubwald lädt immer zum Besuchen und Verweilen ein.

 

Die Teilnehmer bannen mit Fotorucksack und Stativ bei einer Wanderung die kleinen Wunder und die großen Weiten auf den Chip und tragen ihre Entdeckungen nach Hause.

Treff: 8 Uhr am Waldparkplatz Kraupa, Mühlenstraße,

04934 Kraupa

Dauer: 4 Stunden

Strecke: etwa 6 Kilometer

Hinweis: Wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk, fotografische Ausrüstung und Verpflegung bitte mitbringen, eine Unterlage zum Hinlegen nicht vergessen

Kontakt: Uwe Albrecht, Naturwacht Brandenburg,

Tel. 035341 10213.

Im Süden, wo Brandenburgs älteste Landschaft zu finden ist, erstreckt sich der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. In weitem Bogen umfasst die "Schwarze Elster" den Naturpark im Süden und Westen. Die nördliche Grenze bilden Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde, die als Gerberstadt und Sängerstadt auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Im Osten reicht der Naturpark bis an die Stadt Lauchhammer, in der die Eisengießerei seit Jahrhunderten zu Hause ist.

Durch das "Schürfen nach dem Schwarzen Gold" wurden in den letzten hundert Jahren Kulturlandschaften von teilweise bizarrem Aussehen geschaffen. An vielen Orten entstanden wertvolle Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. In den Bereichen, wo Tagebaurestgewässer saniert wurden, findet der Besucher heute reizvolle Naherholungsgebiete.

"Kernstück" des Naturparks ist das Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa mit großen zusammenhängenden Wald- und weiten Heideflächen. Die Mitarbeiter des Naturparks und die Naturwacht bieten im neu eröffneten Besucher-Informationszentrum in Bad Liebenwerda für naturkundlich Interessierte Führungen an.

Zum Thema:
Gründung: 24. Mai 1996Größe: 484,3 Quadratkilometer, davonWald 205,2 Quadratkilometer = 42,4 ProzentAcker/Grünland 202,3 Quadratkilometer = 41,8 ProzentWasser, Moore 10,7 Quadratkilometer = 2,2 ProzentBergbaufolgelandschaft 14 Quadratkilometer = 2,9 ProzentSiedlungen, Sonstiges 51,8 Quadratkilometer = 10,7 ProzentNaturschutzgebiete: 13 Naturschutzgebiete 93,78 Quadratkilometer = 19,36 ProzentLandschaftsschutzgebiete: 7 Landschaftsschutzgebiete 212,6 Quadratkilometer = 43,9 ProzentStädte und Gemeinden: 49 000 Einwohner in 49 Ortschaften, darunter die Städte Bad Liebenwerda, Elsterwerda, WahrenbrückBevölkerungsdichte: 87,5 Einwohner je QuadratkilometerKuratorium: Manfred Drews, Vorsitzender des 1997 gegründeten Kuratoriums; Christian Jaschinski, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Naturpark Niederlausitzer HeidelandschaftLeiter des Naturparks: Lars Thielemann Quellen: www.naturpark-niederlausitzer-heidelandschaft.brandenburg.de

Naturpark – das ist Spannung, Erholung, Wissensgewinn. Naturpark ist Artenerhalt. Naturpark ist lehrreich für Jung und Alt. Wann haben Sie ihn zum letzten Mal besucht? Archivfotos (2): Veit Rösler/vrs1