3. Veranstaltung der Klimaakademie findet am morgigen Mittwoch in der Domsdorfer „Louise“ statt
Elsterwerda
Sonne, Wind, Wasser, Biomasse – auf der dritten Veranstaltung der Klimaakademie stehen die Energieträger der Zukunft in der Klimaschutzregion Elbe-Elster im Fokus. Im Zechensaal der Domsdorfer „Louise“ geht es am morgigen Mittwoch um 18 Uhr um die Energiestrategie des Landes Brandenburg.
Ein Beispiel für dezentrale Energienutzung in der Region: die Solaranlage auf dme Dach des Technischen Denkmals Brikettfabrik Louise in Domsdorf. Foto: privat Foto: privat
„Die gegenwärtig relativ niedrigen Energie- und Rohstoffpreise verschaffen der Region erst einmal eine Verschnaufpause. Lange wird diese Preisentwicklung nach unten allerdings nicht anhalten, deshalb müssen wir mittel- und langfristig über Alternativen zur konventionellen Energie- und Wärmeerzeugung nachdenken“, betont Andreas Claus (parteilos), Bürgermeister von Uebigau-Wahrenbrück und Initiator der Veranstaltungsreihe Klimaakademie.
Nach den Themen Solarthermie und Geothermie steht morgen die Energiestrategie des Landes Brandenburg im Fokus. Carsten Linke, Referent im Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV) wird die Strategie der Landesregierung bis zum Jahr 2020 vorstellen und sich den Fragen der Zuhörer stellen. Dass diese Strategie nicht nur positive Seiten hat, werde spätestens dann klar, wenn es um die weitere Ausweisung von Standorten für Windenergieanlagen geht. Die Veranstaltung richte sich insbesondere an kommunale Mandatsträger, Vertreter kreislicher Behörden, aber auch an Planungsbüros und interessierte Bürger. Die Zahl der Plätze sei allerdings begrenzt, weshalb um rechtzeitiges Erscheinen gebeten werde.
Im Rahmen des Wettbewerbs „Innovative Energieorte“ gehöre die Stadt zu Uebigau-Wahrenbrück zu den insgesamt vier Modellorten in der Energieregion Lausitz-Spreewald, die vom Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung und der Regionalen Planungsstelle bei der Entwicklung von innovativen Systemlösungen besonders unterstützt werden. Anregungen habe man sich vor Kurzem im österreichischen Burgenland geholt. Seit etwa 19 Jahren arbeite man dort an regionalen dezentralen Energielösungen, die aus einer schrumpfenden Region eine der innovativsten Gemeinden Österreichs werden ließen.
„Das Nachdenken über innovative Lösungen und die Umsetzung von Projekten funktioniert aber nur, wenn die Region dahinter steht“, so Claus. Deshalb sollten innovative Projekte nicht nur auf die Stadt Uebigau-Wahrenbrück beschränkt werden. Die Themen Wasser, Energie und Bildung hätten viele Verknüpfungspunkte und könnten den städtischen, aber auch den regionalen Entwicklungstrend nachhaltig verändern. Seit geraumer Zeit werde in der Stadt Uebigau-Wahrenbrück intensiv an diesen Themen gearbeitet.
Partner seien dabei neben dem Landkreis Elbe-Elster vor allem regionale Landwirtschaftsbetriebe, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen, Planungsbüros, Gewerbetreibende und interessierte Bürger.red/ik
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