Elsterwerdaer Weltreisender unterstützt Projekt für Kinderhilfe Indonesien
Weltreisender unterstützt Projekt vom Elsterwerdaer Verein Kinderhilfe Indonesien
Elsterwerda
In wenigen Tagen wird im indonesischen Binangun, einem Ortsteil von Banyumas, klares Wasser aus dem Erdreich zutage treten. Damit sind die Zeiten für viele der 6000 Einwohner vorbei, in denen sie sich mit Flusswasser begnügen mussten. Möglich gemacht haben dies der Elsterwerdaer Mike Alsdorf und der in Rheinland-Pfalz beheimatete Reiner Meutsch.
Viele Dorfbewohner legten beim Bau des Brunnens Hand an. Insgesamt fasst der Behälter zwölf Kubikmeter Wasser. Fotos: privat
Der Unternehmer aus dem Westerwald war über die Homepage auf den von Mike Alsdorf vor zehn Jahren gegründeten Verein Kinderhilfe Indonesien aufmerksam geworden. Per E-Mail kamen beide miteinander in Kontakt, der darin gipfelte, dass Reiner Meutsch den von Alsdorf geplanten Bau eines Brunnens im Dschungeldorf Binangun mit 10 000 Euro unterstützt.
Dorfbewohner bauen mit
„Die Brunnenanlage hat eine einheimische Firma gemeinsam mit den Dorfbewohnern gebaut. Mit ihr können 60 Familien und eine Schule mit Wasser versorgt werden. Der Tank fasst zwölf Kubikmeter und noch muss das Wasser abgekocht werden, aber wir wollen den Brunnen mit einer Filteranlage ergänzen“, sagt Mike Alsdorf. Seit der Vereinsgründung war der selbstständige Unternehmer bereits sechs Mal vor Ort. Und zwar auf eigene und nicht auf Vereinskosten, wie Alsdorf betont. Rund 800 Euro koste der Flug. Insgesamt 36 Stunden dauere die Anreise in den Ort, der sich 60 Kilometer vom Indischen Ozean entfernt befinde.
Erst vor wenigen Tagen sind Mike Alsdorf und sein Vater Bernd aus Indonesien zurückgekehrt. Während ihres 16-tägigen Aufenthaltes kamen beide mit Reiner Meutsch zusammen. Der Gründer eines großen Reiseunternehmens befindet sich momentan auf einer Weltumrundung mit seiner zweimotorigen Piper Seneca IV und machte für das Projekt des Elsterwerdaer Vereins einen Zwischenstopp.
Mit knapp 50 Jahren hatte sich Reiner Meutsch seinen Traum erfüllt und absolvierte die Privatpilotenlizenz. Gemeinsam mit dem erfahrenen Berufspiloten und Fluglehrer Arnim Stief startete er zur Weltumrundung, bei der sie über 100 000 Flugkilometer zurücklegen und 77 Länder auf fünf Kontinenten überfliegen wollen. Meutsch befinde sich derzeit, aus Australien kommend, wieder in Deutschland, um eine kurze Pause für Geschäftliches einzulegen, heißt es auf Nachfrage von seiner Sprecherin Kathrin Balzer. Zwei Etappen seiner Weltumrundung habe er bereits hinter sich. Nun lägen noch drei vor ihm. Bereits drei Hilfsprojekte habe er persönlich besucht. Nun stünden noch die in Brasilien und Grönland an. Sein spannender Reisebericht nebst Flugroute können im Internet verfolgt werden.
Kinderpatenschaften werden für Mike Alsdorf und seinen Verein ganz groß geschrieben. Jedes Patenkind wird von ihm besucht.
Freude über Unterstützung
„Insgesamt fünf humanitäre Kinderprojekte will Reiner Meutsch über seine 2009 gegründete Stiftung ,Fly & Help' während seiner Flugreise unterstützen und besuchen. Diese befinden sich in Ruanda, Grönland, Brasilien, Indien und in Indonesien“, erklärt Mike Alsdorf, der sich freut, dass sein Elsterwerdaer Verein durch Meutsch unterstützt wird.
Bereits im vorigen Jahr habe der Verein die Dorfschule mit einem Bambusdach neu gedeckt, da sonst während der Regenzeit kein Unterricht für die 149 Mädchen und Jungen möglich gewesen sei. Jetzt wolle man die Verteilung des Wassers aus dem Brunnen organisieren, kündigt Alsdorf an, der für 2010 noch eine zweite Reise nach Indonesien plant.
Pateneltern deutschlandweit
Bereits seit 2008 bemüht sich der Verein um Kinderpatenschaften, wofür er deutschlandweit immerhin schon 47 Eltern gefunden hat. „Sie unterstützen die Kinder aus armen Famlien finanziell. Jedes Patenkind wird von uns persönlich besucht und mit einem Foto dokumentiert. Das Geld der Pateneltern erhalten nicht die jeweiligen Familien, sondern es wird innerhalb eines Fonds der Schule durch den Schuldirektor für die Kinder verwaltet. Ein Vereinsmitglied in Indonesien sorgt für die ordnungsgemäße Verwendung der Hifsgelder“, betont Mike Alsdorf.
Sein Verein finanziere sich ebenso wie die Stiftung von Reiner Meutsch über Spendengelder. „Wir haben viele Sponsoren und finden bei ihnen immer offene Türen. Bis jetzt sagte noch niemand Nein“, so Vereinschef Mike Alsdorf. Besonders freue ihn, dass der Verein seit Jahren die Einnahmen aus der Tombola des Rothsteiner Felsenfestes erhalte. „Auch meine ehemalige Kollegin Kathleen Richter, die inzwischen in einem Seniorenzentrum in Duisburg arbeitet, organisiert dort Veranstaltungen, deren Erlös unserem Verein zugutekommen.“
Mithelfen Wer den Verein unterstützen möchte: Konto Sparkasse Elbe-Elster, BLZ: 180 510 00, Konto-Nr.: 3420 1600 10
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