Einstimmig: Die Orgelakademie in Bad Liebenwerda muss kommen
Die Krisensitzung wurde zu einem leidenschaftlichen Bekenntnis für die Entwicklung der Orgelakademie. Foto: Frank Claus

Neben Bürgermeister Thomas Richter (CDU), positionierten sich auch Stadtverordnete, Mitglieder des Fördervereins und engagierte Bürger für die Akademie, die das Kulturgut Orgel in den Mittelpunkt stellt.

Vor allem das klare Bekenntnis von Michael Lenk von der Sparkasse Elbe-Elster hinsichtlich der Unterstützung beim Erwerb und der Umbaufinanzierung des Hauptgebäudes sowie seine Hinweise zur möglichen Betreiberschaft der Akademie wurden dankbar aufgenommen. Besonders stark vertreten war die Fraktion der Linken in der Gesprächsrunde. Helmut Andrack sieht eine große Chance, in Bad Liebenwerda eine Einrichtung zu entwickeln, die weit über den Landkreis hinaus Interessierte anziehen könnte. Deutlich mahnte er aber, im Vorfeld alle offenen juristischen und finanziellen Fragen abzuklären. Wenn die solide Führung erkennbar ist, würden sich seiner Auffassung nach die Stadtverordneten dem Projekt nicht verschließen.

Zur Krisensituation war es gekommen, weil die Eigentumsfrage für die Objekte immer noch nicht geklärt ist und weitere Investitionen unter diesen Umständen nicht machbar seien. Bürgermeister Thomas Richter wolle nun binnen 14 Tagen die nötigen Beratungen einberufen, um zu klären, ob entweder die Haus- und Grundbesitzgesellschaft (HGB) als Eigentümerin auftritt oder aber der Förderverein das Gebäude übernimmt. Geprüft werden solle in diesem Falle die rechtliche Möglichkeit einer Beteiligung der HGB. Der Vorsitzende des Fördervereins, Orgelbaumeister Dieter Voigt, hatte in einem leidenschaftlichen Vortrag und mittels Videofilm für die Akademie geworben. Eingestimmt wurden die Gäste der Runde musikalisch. Und ob es Symbol genug ist? Am Ende sangen alle Teilnehmer das alte Volkslied "Der Mond ist aufgegangen."