19. November 2009, 00:00 Uhr

Wohngemeinschaft als Versuchsprojekt für Cottbuser Demenz-Kranke

RUNDSCHAU-Serie Teil V: Besuch in der einzigen Cottbuser Demenz-WG

Cottbus Als Alternative zum Pflegeheim entwickeln sich Wohngemeinschaften für Demenzkranke in Cottbus nur langsam. Denn trotz hoher Nachfrage gilt diese Wohnform als schwieriges Rechtsfeld, das Träger abschrecke, so Maren Dieckmann, Cottbuser Fachbereichsleiterin für Soziales.

Für Demenzkranke kann eine Wohngemeinschaft die Alternative zum Heim sein. Foto: Grundmann Foto: Grundmann
„Kommen Sie, ich zeige Ihnen mein Zimmer“, begrüßt Gisela K. den Gast in der Demenz-WG in der Lieberoser Straße. Die 75-Jährige wohnt in einem geräumigen Zimmer, 20 Quadratmeter groß. Fußbodenheizung, Parkett, eigene Möbel. „Das ist unser Schatz“, sagt sie und zeigt auf Wellensittich Kücki, der munter auf dem Flur zwitschert. Die demenzkranke Seniorin nimmt in der großen Wohnküche Platz, mit einigen Mitbewohnern wird nun ein Spielnachmittag gestartet.

Gisela K. weiß nicht, wie lange oder warum sie hier wohnt. „Als sie noch allein wohnte, kam es vor, dass sie den Herd angelassen hat“, erzählt Schwester Anja Drochner. „Manchmal ging sie spazieren und fand den Rückweg nicht mehr.“
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Erstellt am: 19. November 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 19. November 2009, 11:24 Uhr
Autor: Von Jan Grundmann

Von Jan Grundmann

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