Was die Stellung der Mühlenflügel alles verrät
Turnower Müller weiht in „Geheimnisse“ ein
Turnow Den deutschlandweiten Mühlentag hat Müller Ernst Dubrau wie gewöhnlich dafür genutzt, um das Müllerhandwerk bekannt zu machen. „Wir sind seit Jahren dabei und haben immer guten Zuspruch.
Der Müller in vierter Generation führte stündlich durch seine Holländermühle in Turnow. Dort wird jeden Dienstag immer noch geschrotet. Er erklärte Mühlentypen und verwies auf die Flügelsprache. „Wenn die Flügel wie ein X standen, wusste jeder Bauer im Umkreis, dass in der Mühle gerade repariert wird. Die Flügel wurden aber auch genutzt, um militärische Informationen weiterzugeben“, berichtete Dubrau. Über der Mühle steht „Glück zu“, dass ist der Gruß, den Müllerburschen mit auf den Weg während der Wanderjahre bekamen. Weil sie ihren Lohn oft dabei hatten, wurden sie überfallen, und der Gruß sollte sie davor bewahren. Auch das erfuhren die Besucher von Ernst Dubrau. Der erklärte den Unterschied zwischen Schroten und Mahlen, zeigte Siebe und den Hand getriebenen Mühlenfahrstuhl, aber auch die Heimstatt der Schleiereulen und Turmfalken.
Wer nach dem Rundgang Durst und Hunger hatte, konnte bei Steak oder Plinsen, Potsdamer oder Saft im Festzelt verweilen und den Blasmusikklängen der Lausitzer Kultband „Na Und“ lauschen.
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Erstellt am: 15. Juni 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 15. Juni 2011, 02:35 Uhr
Autor: Marion Hirche/jul1

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