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Cottbus

Warnstreiks im Öffentlichen Dienst erreichen die Lausitz

Cottbus Mit einem Pfeifkonzert und Trommelrhythmen haben sich am Montag 350 Angestellte des öffentlichen Dienstes an einer Kundgebung auf dem Neumarkt beteiligt. Dazu hatten die Gewerkschaft verdi und Personalräte aufgerufen. Es beteiligten sich unter anderem Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Agentur für Arbeit und der Knappschaft Bahn See (KBS).
08.02.2010
ver.di Warnstreik
Die Teilnehmer der Kundgebung vor dem Cottbuser Rathaus am Neumarkt unterstützten damit die Verhandlungspositionen der Gewerkschaften bei den derzeitigen Tarifverhandlungen für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst.
Das Bürgeramt und die Bibliothek blieben ab 11 Uhr geschlossen, die Kfz-Zulassungsstelle war nur eingeschränkt erreichbar.

Zurzeit laufen in Potsdam die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen, der alte Tarifvertrag war zum 31. Dezember 2009 ausgelaufen. Doch auch in der zweiten Runde legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Achim Meerkamp, Mitglied des verdi-Bundesvorstandes, sprach in Cottbus zu den Streikenden und bezeichnete das Verhalten der öffentlichen Arbeitgeber als „unprofessionell“. Verdis Forderungspaket umfasst ein Volumen von fünf Prozent. Darunter fallen Neuregelungen zur Altersteilzeit, eine „spürbare“ Lohnerhöhung und die Übernahme von Auszubildenden für mindestens zwei Jahre.

„Unsere Bereiche sind viel zu überaltert“, sagte ein Streikender aus der Stadtverwaltung. Der 52-Jährige würde seinen Arbeitsplatz zeitig für den Nachwuchs räumen – doch er fühle sich nicht zureichend abgesichert. Eine prozentuale Lohnerhöhung halte er trotz verdi-Forderung für ungerecht. „Wir müssen über Grundbeträge sprechen“, sagte er. Sonst profitiere der gut verdienende Teamleiter und nicht der kleine Mann. Eine Mitarbeiterin der KBS unterstützt die geforderte Lohnerhöhung. „Wenn wir eine Erhöhung um einen oder 1,5 Prozent erreichen, können wir zufrieden sein“, sagte sie. Ralf Franke, verdi-Gewerkschaftssekretär in Cottbus, hält eine Erhöhung um drei Prozent akzeptabel (die RUNDSCHAU berichtete).

Franke zeigte sich am Nachmittag etwas enttäuscht über die Teilnehmerzahl der Kundgebung. Gerechnet hatte er mit rund 400. Aufgrund der Kälte seien wohl viele nicht auf den Neumarkt gekommen.
ver.di Warnstreik
Warnstreik im Öffentlichen Dienst: Rund 400 Mitarbeiter nahmen in Cottbus an einer Demo teil.

Ulrike Worlitz
 
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Jüngste Kommentare
  • 21.02.2010 08:21
    von unbekannt
    Welche Zuschläge meinst Du? Antworten
  • 11.02.2010 09:51
    von Xerxes
    Der Staat zahlt 38 000 000 000 Euro pro Jahr Zinsen für seine Schulden und die Beschäftigten verlangen 5% mehr Lohn.

    Jedes Unternehmen wäre längst pleite oder die Arbeitnehmer hätten Lohnverzicht geübt.
    Schön immer abwälzen auf die nächste Generation!! Antworten
  • 11.02.2010 18:43
    von Lausitzer2
    Lieber Xerxes.
    Du glaubst doch nicht im Ernst das ein Lohnverzicht auch nur ein Mü an der Verschuldung dieses Staates ändern würde.
    Ich seh die ganze Geschichte etwas anders. Habe den Eindruck das aus den Vielen, welche hier meckern, nur der Neid spricht. Man gönnt einem Anderen selbst das Hemd auf dem Arsch nicht mehr. So sieht es doch aus, in unserer Ellenbogengesellschaft. Sicher verdienen ÖTV-Angestellte im Vergleich zu anderen Branchen sehr gut und manche Frisörin fragt sich, "was habe ich nur verbrochen...?" Aber darum gehts doch gar nicht. Solange sich die arbeitende Bevölkerung, wie hier, selbst zerfleischt wird sich nie etwas ändern am Lebensstandart der Frisörin. Da wo ich arbeite, ist seit 2 Jahren durch den AG-Verband alles (MTV,LTV) gekündigt, obwohl jedes Jahr neue Rekordrenditen erzielt werden. Antworten
  • 11.02.2010 18:56
    von Lausitzer2
    Sicher kann man über die Höhe der Forderungen streiten, berechtigt sind Diese aber allemal. Ich kenne ÖTV-Angestellte, die müssen ebenso hart für ihr Geld arbeiten wie jeder andere auch. Und ein Job im Amt ist auch nicht mehr der Leichteste (ich möchte Den nicht machen). Geld ist in diesem Staat, trotz Rekordverschuldung, genug da. Und zwar für Alle. Es müsste eben nur anders verteilt werden. Aber wie gesagt, solange wir uns hier gegenseitig zerfleisch und nur mit Fingern auf den jeweils Anderen zeigen, ändert sich nichts. Ganz im Gegenteil, es spielt den Mächtigen nur in die Hände und noch mehr in die Kassen.
    Allerdings, und das habe ich auch schon mehrfach erwähnt, müsste man eben die Systemfrage stellen. Leider sind dazu viele nicht bereit und geben sich lieber mit Minijobs und H4 zufrieden obwohl jeder weiß, dass dadurch sein Leben ruiniert wird. Antworten
  • 09.02.2010 14:51
    von unbekannt
    @spree-neißler u. a.
    Danke für die Belehrung,ich verdiene mein Geld in der Wirtschaft. Das frei gibt es nicht mehr.Wer eben für 3,00E Arbeiten geht und seinen Arbeitgeber noch dafür die Füße küsst,dem ist nicht mehr zu helfen. Aber bei den so vielen Schleimspurgenossen wie es sie hier zu Lande gibt sollte sich keiner Wundern wenn er so Abgespeist wird.In den unteren Tarifgruppen gibt es es keine Überbezahlung .Frag mal ein Krankenschwester ode Lehrerin, Erzieherin die in Teilzeit gepresst wurde oder Vorruheständler was die noch haben und wenn es Rente gibt ,18% Abschlag, Ausgleich Pustekuchen. Dann haste mal 650 E Rente obwohl man 36 Jahre voll gearbeitet hat.Erzähle ruhig weiter deinen Unsinn mit Besser verdienender ÖTV-Angestellter,die Realität sieht vollkommen anders aus. Antworten
  • 10.02.2010 22:22
    von spree-neißler
    Realitätsfern
    Lieber Kopekenschalch, es ist völlig realitätsfern den Unterbezahlten die für wenig Geld arbeiten gehen zu unterstellen sich darüber noch zu freuen und dem Arbeitgeber zu danken. Aber was denken Sie was einer Friseurin passiert, wenn sie kündigt? Von dem ÖTV-Angestellten im Amt bekommt Sie wohl keine Hilfe (obwohl der dafür nicht kann). Denn sie bekommt sofort den nächsten 3,-EUR Job angeboten, Umschulungen u.s.w. fallen auch flach weil es ja genug (beschissene) Jobs gibt. So und nun frage ich Sie was tut die tapfer kämpfende Verdi da? Nichts und das ist das Übel! Übrigens haben die meisten Geringverdiener der Region nicht mal die 650,-EUR für 40 Stunden Arbeit, geschweige den als Rente! Antworten
  • 12.02.2010 12:44
    von unbekannt
    Überbezahlte!!!
    Wer Geld für Krieg hat, Boni an Banken und Manager zahlt ist ein reicher Staat und kann zahlen.Du hast nix begiffen ,lies mal bei Karl Marx oder politische Ökonomie des Kapitalismus nach,da stehen die Antworten. Antworten
  • 09.02.2010 11:19
    von ManfredH
    Fünf Prozent zeitgemäß?
    Ein Blick in die Entgelttabelle des TVöD offenbart wie "gerecht" Lohnforderungen in Prozenten sind.
    8,35 (niedrigste Lohn) bis 35,13 Euro(höchste Lohn) macht 0,41 bis 1,75 Euro mehr aus. Abgesehen davon finde ich Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst ein jammern auf hohem Niveau. Man darf dabei nicht vergessen, das Zuschläge in verschiedenen Formen gezahlt werden, die in der freien Wirtschaft längst der Vergangenheit angehören.
    Doch will ich nicht über Lohnhöhe streiten und mir auch nicht anmaßen über deren Berechtigung zu urteilen.

    Das Gründübel beseitigen, da versteckt sich Verdi wie immer. Befristete Verträge, Stundenreduzieung, Teilzeitarbeit usw. sind gängige Praxis um den Druck auf Mitarbeiter zu erhöhen. Nicht zu vergessen Sklavenarbeit im öffentlichen Dienst, die reguläre Arbeitsplätze verhindert. Das sind nur einige Punkte, es gibt noch deutlich mehr. Antworten
  • 21.02.2010 08:00
    von unbekannt
    Welche Zuschläge meinst Du? Antworten
  • 09.02.2010 10:56
    von Beobachter.
    Nach mir die Sintflut
    Ausverschämt, grosskotzig, gierig und menschenverachtend und unsozial sind diese Nimmersatten. Bezahlt vom arbeitenen Steuerzahler dem sein Einkommen oft selber nicht mehr reicht. Diese Leute haben den Boden der Realität unter den Füssen verloren und gehören ausgetauscht. Genug Arbeitssuchende und Harz4 Empfänger haben wir ja. Das Karussell dreht sich wieder, andere Gewerkschaften werden nachziehen, Betriebe werden weiter schliessen müssen weil sie der Konkurenz aus dem Ausland durch unseren hohen Personalkosten nicht stand halten können!!! So bekloppt waren nicht ein mal die Bürger aus Schilda. Antworten
  • 21.02.2010 08:06
    von unbekannt
    Austauschen
    Das Problem bei deiner Ausführung ist, dass es kaum noch ausreichend qualifiziertes Personal gibt, welches zu den derzeitigen Rahmenbedingungen einen Job im Öffentlichen Dienst annehmen will. Deine Aussagen symbolisieren Frust, Neid (worauf auch immer???)und absolute Unkenntnis der Arbeitssituation nach TVÖD. Das, was Du hier von Dir gibst, ist genau das Resultat, was Arbeitgeber, egal ob nach TVÖD oder in der Wirtschaft, erreichen wollen. Krieg und Mißgunst beim "Pöbel". Somit ist dieser mit sich selbst beschäftigt und stellt keine weiterführenden Fragen. Antworten
  • 14.02.2010 13:38
    von simonchen
    warnstreiks
    ander länder haben auch ander lebenshaltungskosten Antworten
  • 08.02.2010 21:56
    von spree-neißler
    Schämt Euch
    Der öffentliche Dienst sollte sich die Frage stellen, wer sonst im Osten alle 2 Jahre eine Lohnerhöhung bekommt. Wer kann sicher sein seinen Job bis zur Rente zu behalten oder mit 57 in die Altersteilzeit zu gehen. Wie sehr muß sich eine Friseurin fühlen, die in 40 Stunden nicht genug zum leben verdient und noch zusätzlich Hartz IV beantragen muss. Um das zu bekommen muss sie sich gegenüber einem Angestellten rechtfertigen, der nach 2 Jahren mal wieder eine Lohnerhöhung braucht, obwohl die Kommunen finanziell am Stock gehen! Geleite wird dies alles von Gewerkschaften, die eigentlich auch für die Friseurin zuständig sind, aber da die sich wahrscheinlich nicht die Gewerkschaftsbeiträge leisten kann und irgendwer muss ja die Gehälter von Herrn Bsirske und Co bezahlen. Da fällt mir nur ein SCHÄMT EUCH! An die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst kann ich nur appellieren durch Abwesenheit an den Warnstreiks zu zeigen, dass sie in diesen schweren Zeiten nicht vorrangig an sich selbst denken. Antworten
  • 09.02.2010 08:36
    von unbekannt
    Desinteresse oder Faulheit
    Das stimmt so überhaupt nicht.Weder mit 57 in Altersteilzeit noch alle 2Jahre eine automatische Lohnerhöhung und sicher sind die Jobs auch nicht mehr, das war einmal vor langer Zeit.Erst schlaumachen ,dann was in die Welt setzen.Aber anders, bei so wenig Interesse wenn es ums eigene Geld geht könnte man glattdenken die wollen gar nicht mehr haben,die sind alle satt und mit dem was sie haben vollkommen glücklich.Haben ja gestern den besten Beweis dafür abgeliefert.Der Arbeitgeber lacht sich eins ,er kann somit eventuelle Angebote noch weiter nach unten fahren. Antworten
  • 09.02.2010 09:36
    von spree-neißler
    Offentlicher Dienst mit Abstand die Bestverdiener
    Wollen Sie mir erzählen, dass die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in unserer Region nicht zu den Besserverdienern (in ihrem Tätigkeitsfeld) gehören? Die Altersteilzeit ist vorerst abgelaufen, aber wie gesagt derzeit ist die Kasse ja auch leer und das ist nicht die Schuld der Kommunen. Richtig, die Lohnerhöhungen gab es nicht automatisch, was automatisch ist sind die Forderungen der Gewerkschaften. In normalen Zeiten ist das auch Legitim, aber jetzt steht das Wasser bis zum Hals! Im Übrigen habe ich in der Familie selbst Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst und weiß daher über die Tariflichen Leistungen wenigstens einiger maßen bescheid. Ein Tipp für Sie, einfach mal mit einem reden der sein Geld in der freien Wirtschaft als Friseur, Elektriker u.s.w. verdient was er Netto am Monatsende hat und wie viel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld er bekommt. Danach können Sie wieder klagen, wenn Sie dann immer noch glauben, dass es notwendig ist 5% mehr Leistungen in Krisenzeiten zu verlangen. Antworten
  • 21.02.2010 08:19
    von unbekannt
    Spree-Neißler, mein Gott, was schreiben Sie
    Lieben Spree-Neißler,

    habe ihre Texte mehrmals genau gelesen und frage mich, was für eine Mensch sie sein könnten und in welcher Lebenssituation Sie sich derzeit befinden. Ich werde mal tippen. Ca. 45-50 Jahre alt, weiblich, einfache Berufsausbildung, seit mind. 3 Jahren arbeitslos. Ihre Bewerbungsversuche, die Sie regelmäßig und ordentlich ausüben, vielleicht sogar, weil diese vom Amt gefordert werden, bleiben unbeantwortet oder kommen als Absagen zu Ihnen zurück. Chancen auf eine Besserung ihrer Situation, somit auch finanzielles Einkommen, sind nicht mehr in Sicht. Diese Situation bewegt Sie, aus meiner Sicht, solche Texte hier zu veröffentlichen. Hiermit bekunde ich Ihnen mein Mitleid. Antworten
  • 08.02.2010 22:51
    von spree-neißler
    Entschuldigt die schlechte Grammatik
    Sowas passiert, wenn man nachträglich versucht den eigenen Text auf 1000 zeichen zu kürzen Antworten
Überschrift max. 70 Zeichen
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