Waffe aus Gewehrfabrik Richter mit patentiertem Mechanismus
RUNDSCHAU-Serie: Schätze aus dem Museumsarchiv
Cottbus Hinter den Türen des Cottbuser Stadtmuseums lagern Schätze und Schätzchen aus 855 Jahren Stadt- und Regionalgeschichte. Seit mehr als einem Jahr ist das Haus in der Bahnhofstraße jedoch wegen seines schlechten Bauzustandes und massiver Budgetkürzungen geschlossen. Diskutiert wird sogar eine Anpassung der Bestände. In einer RUNDSCHAU-Serie stellt Museumsleiter Steffen Krestin Exponate vor, die der Öffentlichkeit so womöglich für immer verloren gehen.
„Das Gewehr zeigt, wie innovativ und eigenständig der Cottbuser Mittelstand schon um die Jahrhundertwende gearbeitet hat“, so Krestin. Die Gewehrfabrik Richter war bis 1921 in der Mauerstraße 3, ab 1926 am Neumarkt 5 ansässig und betrieb ihr Geschäft zunächst mit Jagdwaffen und Munition, später wurden nur noch Sportartikel verkauft. „Richter entwickelte den Schlossmechanismus im Hinterstübchen seines Geschäftes, stellte die Waffen in Manufakturarbeit her und verkaufte sie in kleiner Serie“, erzählt Krestin.
Das Gewehr wurde dem Museum von einem Antiquitätenhändler 1997 zum Kauf angeboten. Der Lauf ist stark rostnarbig, im Mittelteil finden sich Jagdmotive und die Aufschrift „Richter Verschluss Cottbus“ eingraviert. Die Waffe war schon in mehreren Ausstellungen zu sehen.
Extras zum Artikel
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 04. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. Februar 2012, 02:42 Uhr
Autor: Silke Halpick/sha1

Jüngste Kommentare
Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden