13. Dezember 2010, 00:00 Uhr

Urban Art erstmals in der Cottbuser Galerie Haus 23

Mehr als 20 Künstler stellen im Haus 23 Graffiti und verwandte Richtungen aus

Cottbus Die 7. Urban Art ist am Wochenende in der Galerie Haus 23 eröffnet worden. Zwei Monate lang stellen dort mehr als 20 Künstler aus der gesamten Bundesrepublik ihre jüngsten Arbeiten aus.

Maik Enge (l.) und Samuel Feustel vor Arbeiten aus der blauen Abteilung. Foto: rur1 Foto: rur1
Die Bedeutung des Mottos „Farbkonflikte“ wird in der Schau sofort klar. Nach dem im Vorjahr alle Arbeiten quadratisch sein mussten, war für 2010 für jeden eine Farbe vorgegeben. Wer sich rechtzeitig angemeldet hatte, zog eine Farbe, die dann die Werke prägen sollte. Wer später kam, gestaltete in schwarz-weiß.

 

„Das hat den Vorteil, das nur völlig neue und für die Ausstellung geschaffene Arbeiten zu sehen sind. In der Vergangenheit waren die Künstler oft mit den besten Werken aus mehreren Jahren vertreten“, sagt Maik Enge. Der freie Graffitikünstler aus Cottbus ist Stammgast bei der Urban Art.

 

Schon die Kleidung am Eröffnungswochenende zeigt, dass Maik Enge der „Blaue“ ist. Der Grundton prägt das große Porträt, die Vogelbilder und kleinen Alltagsmotive. Die Farbe stellt den erfahrenen Sprüher vor keine Probleme. „Jeder Junge fängt mit Blau an zu malen oder zu sprühen. Wenn man sich in die möglichen Stimmungen und Ausdrucksmöglichkeiten eingefühlt hat, lässt sich damit gut arbeiten, auch wenn Blau etwas kühl wirkt.“

 

„Ich habe mich einfach mir dem Braun auseinandergesetzt und in dieser Farbe gearbeitet“, assistiert Samuel Feustel aus München, der wegen des guten Rufes der Urban-Art-Schau seine Werke in Cottbus zeigt.

 

Auf die Chance, einige grüne Werke zu verkaufen, hofft Christoph Kolbe. „Graffiti wird in Cottbus inzwischen besser anerkannt. Dennoch ist es schwer, Werke zu verkaufen. Vieles bleibt im Freundeskreis.“

 

Mit der 7. Auflage geht die Urban Art einen weiteren Entwicklungsschritt. Während in den Anfangsjahren in Jugendtreffs ausgestellt wurde, waren in den vergangenen Jahren die Arbeiten in leer stehenden Gewerberäumen zu sehen, die von der Gebäudewirtschaft Cottbus bereitgestellt und von den Künstlern hergerichtet wurden.

 

„Die Arbeiten sind professioneller geworden. Die Galerie 23 passt gut zu den Ausdrucksformen“, sagt Maik Enge. Zu sehen sind Porträts, Tiere, Früchte, Züge, Szenen aus dem Alltag, Natur- und Stadtlandschaften sowie abstrakte Motive. Hinzu kommen gestaltete Objekte von der Getränkedose bis zum Schuh und die Plastik aus Metallschrott. rur1
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Erstellt am: 13. Dezember 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. Dezember 2010, 09:02 Uhr
Autor: Von Ronald Ufer

Von Ronald Ufer

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