Träume sind heute Wirklichkeit
Mauster Ortsvorsteher Harald Groba im Gespräch mit der RUNDSCHAU
Der Mauster Ortsvorsteher Harald Groba spricht im RUNDSCHAU- Interview über Erfolge der vergangenen Jahre, Zukunftspläne am Rande des zukünftigen Ostsees und äußert Bedenken über den damit verbundenen Anstieg des Grundwasserspiegels.
Die vergangenen zehn Jahre als Gemeinde Teichland haben unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Unser Ort hat sich entwickelt. Träume sind verwirklicht worden. Investitionen in Infrastruktur, neues Feuerwehrgebäude und Jugendklub sowie neuer Leichenhalle mit Friedhofssanierung wurden durchgeführt. Welche Vereine sind in Maust aktiv?
Die Frauen haben sich im „Mauster Frauenpower e.V.“ organisiert. Sie erhalten die Traditionen wie die Männerfastnacht, die Frauentagsfeier und das Dorffest. Die „Teichlandradler“ treten als Hobbysportler in die Pedale und gehen deutschlandweit auf Tour. Die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr packen überall an, wo sie gebraucht werden. Der Reit- und Fahrverein verbindet die Pferdefreunde. Die Mauster Jugendlichen stehen für Jugendfastnacht, Osterfeuer und auch Arbeitseinsätze sind ihnen nicht fremd. Selbst die Seniorengruppe sorgt für Höhepunkte im Alltag. Alle Vereine ziehen an einem Strang und bereichern unser kulturelles Leben.Was brennt den Maustern unter den Nägeln?
Da muss ich schon überlegen. Die Abkoppelung vom ÖPNV bereitet schon Kopfschmerzen. Da vermisse ich ein Konzept für die Zukunft. Der Schandfleck, den der alte Gasthof im Ort bietet, ist eine Eigentümerangelegenheit. Da wünschte ich, dass sich hier etwas zum Positiven verändert. Auf einem guten Weg ist inzwischen unser touristischer Magnet, die „Maustmühle“. Die Brücke, das Wehr und das Mühlrad werden fertiggestellt, das Gasthaus präsentiert sich in einem attraktiven Kleid. Das Gelände wird nach und nach verschönert.Wann wird sich das Mühlrad erstmals öffentlich drehen und wie soll das Gelände künftig aussehen?
Wir haben ein Mühlenfest geplant, das am 29.Mai stattfinden soll. Das Maschinenhaus, das anstelle des alten Waschhauses errichtet wurde, beherbergt den Generator und ein kleines Museum soll eingerichtet werden. Der geschichtliche Abriss der Maustmühle sowie der Peitzer Teiche wird gemeinsam mit dem historischen Verein Peitz zurzeit erarbeitet. Das Wohngebäude dahinter soll saniert werden. In die Altbausubstanz gegenüber der Gaststätte „Maustmühle“ werden wir als Gemeinde investieren, um dort eine Pension einzurichten.Welche baulichen Pläne gibt es für Maust in der Zukunft?
Neben der „Maustmühle“ ist unser Ortseingang im Süden an der Unterführung der Eisenbahnbrücke ein Schwerpunkt. Dort soll die Straße angehoben werden. Bei starkem Regenwasser steht diese teilweise unter Wasser. Wir haben bereits die Wassersammelstelle als Teich erweitert, doch das Grundwasserniveau steigt weiter, wenn der Ostsee geflutet wird. Die Straße anheben ist doch eine gute Lösung?
Einerseits ja, andererseits nein. Denn es kommen neue Probleme auf uns zu. Es ist nötig die Durchfahrtshöhe zu gewährleisten um Bussen weiter die Möglichkeit der Durchfahrt nach Maust zu geben. Der öffentliche Nahverkehr über dieses Nadelöhr ist für die Mauster wichtig. Es gibt keine Wendemöglichkeit für öffentliche Verkehrsmittel in unseren Ort. Mit Harald Groba sprach Adelheid Floß Am morgigen Donnerstag sind alle Einwohner von Maust zum gemeinsamen Ortsrundgang mit Ortsvorsteher Harald Groba und der RUNDSCHAU eingeladen. Treffpunkt 15 Uhr am Gemeindezentrum.
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Erstellt am: 24. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 24. März 2010, 01:34 Uhr
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