Spremberger Turmuhr macht Pause
Ingo Zimmer lokalisiert Problem / Reparatur in der kommenden Woche
Cottbus Die Spremberger Turmuhr steht auf 12 Uhr und rührt sich nicht. Zumindest der Fehler ist gefunden. Doch es wird noch bis nächste Woche dauern, bis die Zeiger wieder zuverlässig ihre Runden drehen.
Fachbesuch bekam das mechanische Uhrwerk am Montag zum ersten Mal von Ingo Zimmer. Der Uhrmachermeister aus Fredersdorf (Märkisch-Oderland) hat zum Jahreswechsel die Pflege der Uhr übernommen. Außerdem wartet er im Auftrag der Stadtverwaltung die Uhren an der Schweriner Straße und am Breithaus.
Die erste Inspektion bringt auch schon nach einem eingehenden Blick ins Uhrwerk die Lösung. Ingo Zimmer hält ein schmales Blechblättchen hoch. „Die Pendelfeder ist gerissen“, sagt er. Sie sorgt dafür, dass sich das Pendel bewegt. Nun ja, ohne Pendelbewegung bleibt die Uhr stehen.
Das relativ kleine Teil muss komplett ersetzt werden. Und da man das nicht einfach bestellen kann, fertigt es der Handwerker auf seiner Werkbank eben selbst. Schließlich wird es ein Unikat, das nur in Cottbus passt. „Anfang nächster Woche werde ich die Uhr dann wieder in Gang setzen“, verspricht er. „Es passiert recht selten, dass die Feder bricht. Wahrscheinlich ist das Material abgearbeitet gewesen.“
Bei der ersten Begegnung inspiziert der Uhrmachermeister die Mechanik genauer. Sein Urteil: „Das Uhrwerk ist in gutem Zustand.“ Gebaut wurde es im Jahr 1971 von der Firma Zachariä aus Leipzig. Jahrelang hat sich Karl-Heinz Schlodder um die Wehwehchen des Turmuhr gekümmert. Das Rathaus hat diese Leistung eigenen Angaben zufolge ausschreiben müssen, weshalb jetzt ein Nordbrandenburger regelmäßig in den Süden fährt.
Die Zeiger stellt Ingo Zimmer auf 12 Uhr. Das führt zu den wenigsten Irritationen bei den Passanten.
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Erstellt am: 07. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Februar 2012, 02:36 Uhr
Autor: pk

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