. Das Solarkraftwerk wird 58 Millionen Euro kosten, die aus einem Solarfonds und Krediten aufgebracht werden. Solarhybrid ist Projektentwickler und Bauherr. Die Solarmodule für Drewitz kommen von der chinesischen Firma Suntech Power International, mit der solarhybrid einen längerfristigen Liefervertrag hat. Nach Firmenangaben will das Sonnenstromunternehmen in diesem Jahr noch drei weitere Anlagen mit einer Gesamtleistung von 120 MW errichten. Drewitz soll im September Strom liefern und wird eines der letzten Vorhaben von solarhybrid in Deutschland werden. „Wir ziehen mit unseren Projekten 2012 komplett ins Ausland“, so Firmensprecher Ralf Koch. Der Bau von Solarkraftwerken lohne sich nicht mehr. Ende 2010 hatte solarhybrid eine vergleichsweise kleine Anlage mit 2,2 MW im sächsischen Rietschen (Görlitz) errichtet.

Das mit 53 MW bisher größte Sonnenstrom-Kraftwerk in der Region wurde 2009 auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose (Dahme-Spreewald) von der juwi AG aus Rheinland-Pfalz errichtet. Deutschlandweit gibt es nur zwei Fotovoltaik-Anlagen vergleichbarer Größe. Sie stehen in Bayern und in Schleswig-Holstein. Weitere Großanlagen zur Solarstromerzeugung in der Lausitz befinden sich in Finsterwalde (41 MW), im Oberlausitzer Rothenburg (20 MW) und in Senftenberg (18 MW). Bundesweit haben nur sechs Solarparks mehr als 30 MW. Drewitz wird den siebenten Platz einnehmen.