Seniortrainer hat als dritter Cottbuser den Freiwilligen-Pass erhalten
Cottbus
Bereits zum dritten Mal ist der Freiwilligen-Pass des Landes Brandenburg an einen Cottbuser verliehen worden. Nachdem Edith Lotzmann und Torsten Schmidt im Mai von Ministerpräsident Matthias Platzeck auf diese Weise für ihr Engagement in Sachen Kultur geehrt worden waren, konnte jetzt der Ehrenamtskoordinator der Freiwilligenagentur Botho Schubert den Pass entgegennehmen.
Ramona Franze-Hartmann freut sich mit Botho Schubert über den Freiwilligen-Paß. Foto: Elsner Foto: Elsner
»Das ist eine Anerkennung, die gut tut«, sagte Botho Schubert, der in der Freiwilligenagentur die Arbeit der Seniortrainer koordiniert. Der Pass bedeute eine Aufwertung der ehrenamtlichen Tätigkeit. »Man spürt, dass das Land dahintersteht«, so Schubert.
Der Ministerpräsident hatte bei der feierlichen Erstausgabe der Pässe im Mai erklärt, er verspreche sich davon weiteren Aufwind für das Ehrenamt in Brandenburg. Zudem ermögliche der Pass Arbeitgebern, auf soziale Kompetenz und Engagement von Bewerbern zu schließen.
Ramona Franze-Hartmann, Leiterin der Freiwilligenagentur Cottbus, wünscht sich zahlreiche Bewerbungen um den Pass. »Wer ehrenamtlich tätig ist, kann das einfordern«, sagte sie. Auch Vereine könnten die Pässe für ihre Ehrenamtler beantragen. Voraussetzung sei eine mehr als 80-stündige ehrenamtliche Tätigkeit pro Jahr. Denkbar sei der Pass, so Ramona Franze-Hartmann, für Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren, Menschen, die ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit, bei Sport- und Kulturvereinen tätig sind.
Botho Schubert ist nach eigenen Worten seit dem Jahr 2006 im Sozialbereich ehrenamtlich tätig. Zuvor hat der heute 61-Jährige als Bezirksdirektor einer Bank und als Dozent gearbeitet. In der Freiwilligenagentur koordiniert er die Arbeit von 15 Seniortrainern, die auf den Gebieten Multimedia, geistige Fitness, Sprachen, Sport und soziale Projekte tätig sind.
Von Freunden und Bekannten werde er häufig gefragt: Warum tust Du Dir das an? Seine Antwort laute stets: »Ich tue mir nichts an. Sondern ich habe endlich Gelegenheit, ohne Druck zu tun, was mir Spaß macht.« Die ehrenamtliche Tätigkeit sei für ihn so etwas wie Hilfe zur Selbsthilfe. Sie ermögliche ihm, seine Zeit sinnvoll zu verbringen und dabei etwas für andere Menschen zu tun.
Zum Freiwilligen-Pass gehören ein Nachweis über das ehrenamtliche Engagement und ein Zertifikat über Weiterbildungen. Materielle Vergünstigungen sind damit nicht verbunden. »Wir könnten uns aber vorstellen, dass Unternehmen und Dienstleistungseinrichtungen sagen: Das ist klasse, dass du dich in deiner Freizeit für andere engagierst, deshalb bekommst du drei Vollkornbrote oder wir gewähren dir Rabatt auf Theaterkarten.«
Bewerbungen bei der Freiwilligenagentur unter Telefon 0355 4888663. Weitere Informationen unter www.ehrenamt.brandenburg.de
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