Unüberwindliche Barriere für gehbehinderte Rentner auf dem Cottbuser Hauptbahnhof
Cottbus
„Wo eine Rolltreppe nach oben führt, sollte es auch eine nach unten geben“, sagt Peter Horn aus Kolkwitz. Dass das im Cottbuser Bahnhofsgebäude anders ist, hat sich dem Rentner nachhaltig eingeprägt.
Eugen Jahnke (l.) und Peter Horn aus Kolkwitz an der Rolltreppe auf dem Cottbuser Hauptbahnhof. Foto: Michael Helbig Foto: Michael Helbig
Gemeinsam mit seinem Freund Eugen Jahnke war der 70-Jährige im Cottbuser Bahnhof auf Einkaufstour. Die Rolltreppe machte den beiden gehbehinderten Männern den Weg ins Obergeschoss leicht. Doch nach dem Einkauf stellten sie erschrocken fest, dass ihnen der Weg nach unten versperrt blieb.
„Weil wir uns keinen anderen Rat wussten, haben wir uns laut rufend bemerkbar gemacht“, sagt Peter Horn. Die Frau am Informations-Schalter habe daraufhin nur mit den Schultern gezuckt. Als sein Freund das Telefon zückte und ankündigte, die Feuerwehr zu alarmieren, seien drei weitere Leute in Eisenbahner-Uniform erschienen, hätten nach oben geschaut und diskutiert.
„Nach einer halben Stunde erschienen zwei Uniformierte mit grimmigen Gesichtern und forderten uns auf mitzukommen“, erzählt der Rentner. Wortlos seien sie durch einen für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich zu einem Lastenaufzug geleitet worden und hätten sich kurz darauf auf dem Bahnsteig wiedergefunden.
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