Rockerprozess in Cottbus um Drogen, Schläge und Erpressung
Hohe Sicherheitsvorkehrungen im Landgericht / Einem Supporter der „Hells Angels“ werden schwere Straftaten vorgeworfen
Cottbus
Wenn sich ein Supporter (Unterstützer) der Rockergruppierung „Hells Angels“ wie Andy Sch. (21) aus Cottbus vor dem Landgericht verantworten muss, herrscht höchste Sicherheitsstufe.
Die Polizei zeigte während des Prozesses vor dem Landgericht in Cottbus Präsenz.
Vor dem Gerichtsgebäude waren am Montag Einsatzfahrzeuge der brandenburgischen Bereitschaftspolizei stationiert. Beamte beobachteten aufmerksam das Geschehen vor dem Haus und dem Verhandlungssaal. Justizpersonal sorgte für Zugangskontrollen, wie man sie nur vom Einchecken auf Flughäfen kennt.
Auf eine Gruppe von zehn jungen Männern, die den Prozess augenscheinlich als Sympathisanten des Angeklagten als Zuschauer verfolgen wollten, wirkte die Polizeipräsenz derart abschreckend, dass sie, warum auch immer, lieber Justitias Reich verließen, als sich den gründlichen Kontrollen zu stellen. So blieben die Besucherstühle bis auf die von einigen Medienvertretern zunächst leer. Erst nach einer Verhandlungspause nahmen schließlich doch noch drei Männer im Zuschauerraum Platz, die man dem Äußeren nach dem Rockermilieu der „Hells Angels“ zuordnen konnte. Supporter Andy Sch. nahm es mit befriedigtem Lächeln zur Kenntnis.
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