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Zwei restaurierte Panthergespanne haben wieder ihren Platz auf dem Dach des Staatstheaters Cottbus gefunden. Ein großer Kran hob die beiden je 600 Kilogramm schweren Figurengruppen am Dienstag auf das Dach. Sie krönen dort nach Bühnenangaben die beiden minarettartigen Treppentürme.
Auf dem Dach des Staatstheaters in Cottbus wird am Dienstag das zweite restaurierte Panthergespann montiert. Die zwei von Ariadne und Dionysos gesteuerten Gespanne werden nach ihrer Restaurierung wieder die minarettartigen Sandsteintürme krönen. Foto: Bernd Settnik (dpa-Zentralbild)
»Die können jetzt mindestens hundert Jahre da oben bleiben«, sagt Matthias Günther und lächelt zufrieden. Der Technische Direktor des Staatstheaters hat am gestrigen Dienstag persönlich die Rückkehr der Panthergespanne auf das Dach des Staatstheaters begleitet. Die Monumente waren am 7. Juli dieses Jahres abgenommen worden, um ihre stark verrostete Trägerkonstruktion erneuern zu können. »Die hat ja gar nix mehr gehalten«, sagt Günther, »es war höchste Zeit.«
100 Jahre auf dem Dach
Seit 1908 blicken die Panther stolz über den Schillerplatz und ziehen tagein, tagaus die mythischen Gestalten des griechischen Gottes Dionysos und seiner Braut Ariadne hinter sich her. Das erste Mal seit mehr als hundert Jahren berührten sie im Juli den Erdboden. In Zukunft müssen sie nur alle zwei bis fünf Jahre direkt auf dem Dach gewartet werden, schätzt Matthias Günther.
Die Restauration der zwei jeweils um die 600 Kilogramm schweren Monumente ist laut Günther das bisher größte Bauvorhaben seiner Amtszeit gewesen. Neben einer Erneuerung der Trägerkonstruktion haben die Restaurateure die Statuen innen mit Edelstahl verkleidet, Übergänge mit Blei versehen und dünne, verwitterte Stellen ausgebessert. »Die Köpfe der Panther sahen aus wie ein Sieb«, erinnert sich Günther. Das lag nicht zuletzt an zahlreichen Einschusslöchern aus Zeiten der Weltkriege, die sogar auf dem Dach des Cottbuser Staatstheaters ihre Spuren hinterließen.
Zwei Millionen Euro Kosten
Nach außen sind die Raubkatzen und ihre griechischen Herren im Streitwagen originalgetreu erhalten geblieben, um der Denkmalpflege gerecht zu werden. 42 000 Euro hat allein die Überarbeitung der Gespanne gekostet. In den letzten acht Wochen wurden außerdem zahlreiche weitere Arbeiten am Staatstheater ausgeführt, sodass das Gesamtvolumen der Neuerungen gut zwei Millionen Euro verschlungen hat.
Das entspricht laut Matthias Günther den vorherigen Berechnungen der Planer. »Das ist mein größter Stolz, dass wir finanz- und termintreu gearbeitet haben«, sagt er fröhlich. Aus der schlechten Wetterlage in den letzten Wochen resultierten zwar einige Wasserschäden am Gebäude.
Trotzdem kann bereits heute die erste Veranstaltung nach der Sommerpause in den historischen Theaterräumen stattfinden.
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Cottbus | 31.08.2010
Panther werden auf das Staatstheater gehoben
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