22. April 2009, 00:00 Uhr

Perfekte Kulisse für die Pückler-Radtour durch Cottbus und den Landkreis

Cottbus Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und sattes Grün rechts und links an den Wegrändern. So könnte die perfekte Kulisse für eine Radtour aussehen. In den Genuss dieses Anblickes kommt Radwanderführer Wolfgang Bialas des Öfteren. Er begleitet Radfahrbegeisterte auf dem Fürst-Pückler-Radweg in der Lausitz. Rund 200 Kilometer der einmaligen Strecke liegen in Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße.

Entlang dieser Route verläuft der Fürst-Pückler-Radweg durch die Lausitz. Grafik: lr-creativ
Der Fürst-Pückler-Radweg zählt zu den schönsten und vielseitigsten Radwegen Deutschlands. Auf 500 Kilometern erleben Radfahrer die verschiedenen Gesichter der Lausitz: ehemaliges Braunkohlerevier, Schlösser, Parks, Spreewald und Industriedenkmäler. „Die landschaftlichen Gegensätze auf wenigen Kilometern machen die Strecke so interessant“, sagt Wolfgang Bialas, der seit dem Jahr 2003 regelmäßig auf dem Rad sitzt und seit zwei Jahren Radwandertouren für einen Reiseveranstalter unternimmt.

 

Der Fürst-Pückler-Radweg ist eines der 25 Projekte der Internationalen Bauausstellung Fürst Pückler Land (IBA). Im Jahr 2002 wurde das erste Teilstück eröffnet, zunächst nur zwischen den beiden Pücklerparks in Cottbus und Bad Muskau. Im Laufe der Jahre wurde der Weg immer wieder erweitert.  Mittlerweile verbindet er die meisten Projekte der IBA.

 

Für Radwanderer, die ihre Tour auf dem Fürst-Pückler-Radweg in Cottbus starten, gibt es zwei Möglichkeiten, den Weg zu befahren. Zum Einen, empfiehlt Wolfgang Bialas, können sie in Richtung des Cottbuser Stadtteils Merzdorf zum „Cottbuser Ostsee“ aufbrechen, wo auf dem Gelände des Tagebaus Cottbus-Nord in den nächsten 30 Jahren der größte Binnensee der Niederlausitzer Tagebaulandschaft entstehen soll. Auf einem Aussichtspunkt überblicken Besucher das Gelände. Nur wenige Kilometer weiter liegt die Peitzer Teichlandschaft mit ihren Fischteichen und ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Wer dem Radweg weiter folgt, kommt nach Burg, mitten ins Herz des Spreewaldes.

 

Eine andere Möglichkeit, den Weg zu befahren, ist in Richtung Bad Muskau. Ein guter Ausgangspunkt für diese Route ist der Branitzer Park mit seinen Pyramiden und dem Schloss.  Der Park gehört ebenso zu den IBA-Projekten in Cottbus, an denen der Weg entlang führt, wie die Großsiedlung Sachsendorf/Madlow. Dort wurden in den letzten Jahren ehemalige Plattenbauten durch sinnvollen Stadtumbau zu attraktiven Wohnflächen umgestaltet.

 

 

Im Jahr 2006 wurde der Fürst-Pückler-Radweg vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub für gute Befahrbarkeit, Wegweisung, touristisches Angebot und Sicherheit mit vier Sternen ausgezeichnet, als erster Radfernweg in Deutschland. Etwa 80 Prozent des Weges sind asphaltiert und leicht befahrbar, auch weil es nur wenige hügelige Abschnitte gibt. Deshalb sei der Weg auch für ungeübtere Radfahrer aller Altersgruppen geeignet, so Wolfgang Bialas. Nur in Stadtnähe träten manchmal Probleme auf, sagt er. „Für die meist naturnahen Radwanderwege fühlt sich keiner zuständig, da wird das Herbstlaub nicht weggeräumt, was bei Regen gefährlich sein kann.“ Generell ist er aber mit dem Zustand der Strecke zufrieden.  Seit etwa zwei Jahren sei die Beschilderung sehr gut und auch für Fremde nachvollziehbar. Dass Menschen aus ganz Deutschland den Weg in die Lausitz und nach Cottbus finden, um auf dem Fürst-Pückler-Radweg die Lausitz zu erkunden, beweisen die Gäste des Radwanderführers, die laut Bialas sogar aus Süddeutschland und von der Nordsee kommen, um hier zu radeln.

 

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Erstellt am: 22. April 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 12. Juli 2011, 13:22 Uhr
Autor: Von Susanne Schwarzenau, Hannelore Grogorick und Annett Igel

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