Musik in Schwarz-Weiß
Berliner Konzertreihe TV noir macht erstmals Station im Cottbuser Weltspiegel
Cottbus Erste Konzertprobe bestanden: Der Berliner Solokünstler Tex Drieschner hat am Mittwochabend mit seiner Reihe TV noir die kleine Bühne des frisch aufpolierten Weltspiegels in eine plüschige Sofalandschaft verwandelt. Platz nahmen der Singer-Songwriter Florian Ostertag und Band. Couchkartoffeln? Papperlapapp!
Selbst bei den Instrumenten wird auf unnötigen technoiden Schnickschnack verzichtet. Hier geht's ums Handgemachte. Da passt der Titel der Konzertreihe TV noir – Schwarz-Weiß-Fernsehen halt. Und Tex hat sich mit Florian Ostertag, seinem Bruder Daniel und Gerd Böttler die Musiker mit der richtigen Arbeitsauffassung eingeladen. Es ist nicht nur ein Konzert, vielmehr ein Besuch bei alten Freunden, denen man sogar verzeiht, wenn sie Rotwein auf dem neuen Teppich verschütten.
Das Konzept hat Tex Drieschner entwickelt, er moderiert und singt nicht nur, sondern vermag es auch, dieses wohlige Zuhause-Gefühl zu verbreiten. Und der Weltspiegel erweist sich als beste Kulisse. „Das ist euer Kino?“, fragt Tex Drieschner ungläubig, um im nächsten Atemzug anzufügen: „Es ist gar nicht so schlecht in Cottbus.“ Das Publikum hängt an seinen Lippen, es kichert und johlt auch schon mal.
TV noir wird monatlich im Heimathafen in Berlin-Neukölln aufgezeichnet, danach im Netz und im neuen TV-Kanal ZDFkultur – natürlich in Schwarz-Weiß – veröffentlicht. Zu Besuch kommen zumeist deutsche Singer-Songwriter. Auf Tour – oder Klassenfahrt wie es Tex Drieschner nennt – geht der Berliner mit verschiedenen Künstlern. Im November macht TV noir erneut Station im Weltspiegel.
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Erstellt am: 07. Oktober 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Oktober 2011, 13:34 Uhr
Autor: Von Peggy Kompalla

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