Für Julia Lotz (l.) ist Schwester Katharina Oelfke von der Ambulanten Kinderkrankenpflege der Johanniter täglich mehrmals da. Foto: Jan Grundmann
Hochbetrieb in der Kindergruppe der Familienkita Sachsendorfer Wiesen. Gesunde Kinder und jene mit Förderbedarf spielen hier zusammen. Mittendrin ist Julia Lotz. Das siebenjährige Mädchen sitzt seit seiner Geburt wegen einer „Spina bifida“, einer Rückenmarksschädigung, im Rollstuhl. „Hallo Jule“, begrüßt Pflegedienstleiterin Katharina Oelfke das Mädchen auf ihrer Mittagsrunde. Schon um 10 Uhr war sie hier gewesen. Jetzt ist es kurz nach eins. Julia, die von allen Vertrauten schlicht „Jule“ genannt wird, freut sich über den Besuch. Sie ist dieses Procedere seit ihrer Geburt gewohnt: Alle paar Stunden wird ihr ein Katheter gelegt. Mit ihrer roten Brille, den blonden Haaren und ihrem Kleidchen rollt sie auf die Schwester zu, die „jetzt loslegen“ will. „Aber nur, wenn ich meinen Luftballon mitnehmen kann“, fordert Julia. Also bläst sie weiter kräftig am grünen Ballon und folgt der Pflegedienstleiterin.
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