08. Februar 2012, 00:00 Uhr

Lebensbuch wird in der Marienkirche wieder für Trauernde geöffnet

Cottbus Das Lebensbuch, das in der Cottbuser Marienkirche ausliegt, wird am kommenden Freitag, 10. Februar, wieder geöffnet.

Bereits zum vierten Mal haben Trauernde die Möglichkeit, ihre Toten in das Buch einzutragen. Um 16 Uhr beginnt das feierliche Ritual in der Marienkirche, Adolf-Kolping-Straße 17. Dazu sind alle Trauernden mit ihren Familien und Angehörigen herzlich eingeladen. Gedacht ist das Lebensbuch für Menschen, die keinen Ort für ihre Trauer haben, zum Beispiel für die alte Frau, die ihren Mann im Krieg verloren und kein Grab hat, das an ihn erinnert. „Bisher haben 30 Hinterbliebene das Angebot angenommen und sind dafür sehr dankbar“, sagt Michael Doll von den Cottbuser Maltesern. „Das Lebensbuch will eine Brücke sein zwischen Lebenden und Toten. Es bietet einen Rahmen, an die Verstorbenen zu denken, Gemeinschaft mit Verwandten und Freunden zu erleben und der Trauer einen Ort zu geben“, erklärt Michael Doll. Das Lebensbuch und die Veranstaltung in der Marienkirche stünden allen Interessierten und damit auch Menschen offen, die nicht konfessionell gebunden sind, betont Doll. Kaplan Marko Dutzschke hatte die Idee des Lebensbuchs von Erfurt mit nach Cottbus gebracht. Im Mai 2011 wurde das Buch, das in einem von Künstlern gestalteten Glaspult in der Marienkirche ruht, erstmals geöffnet. Viermal im Jahr können Trauernde ihre Toten eintragen.

Informationen zu den Hospiz- und Trauerangeboten der Malteser gibt es beim Malteser Hilfsdienst in der Dienststelle Cottbus, Klopstockstraße 4 a, 03050 Cottbus, Telefon 0355 584200.

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Erstellt am: 08. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 08. Februar 2012, 09:41 Uhr
Autor: nn

nn

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