08. Dezember 2011, 00:00 Uhr

Langfristige Stadtentwicklung im Zeichen des Klimawandels

Forscher und Kommunalvertreter suchen Zukunftswege

Cottbus Brandenburg muss sich trotz aller Anstrengungen zum Klimaschutz auf die Zunahme von extrem heißen Sommern vorbereiten. Hitzegrade wie 2003 in Frankreich und 2010 in Russland würden um 2040 zur Normalität, sagte Prof.

Forscher, Kommunalpolitiker und Wirtschaftsvertreter berieten über lokale Möglichkeiten zum Klimaschutz. Foto: rur1 Foto: rur1
Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am Mittwoch auf einer Tagung des Vereins Klimaplattform an der Brandenburgischen Technischen Universität.

Während für Brandenburg ein deutlicher Temperaturanstieg in allen Modellen vorhergesagt wird, gibt es bei den Niederschlägen unterschiedliche Szenarien. Im Norden Deutschlands gibt es voraussichtlich mehr Regen und Schnee, im Süden weniger. Die Region könnten schwankende Verhältnisse mit abnehmenden Sommerniederschlägen und größeren Schäden durch Gewitter und Hagel in dieser Jahreszeit prägen. Land- und Forstwirtschaft sieht Prof. Stock dadurch nicht gefährdet, wenn diese sich an veränderte Bedingungen anpassen. Neue Chancen erwartet er beim Obst- und Weinanbau, die schon bei Werder und nahe Cottbus genutzt werden.

Die Fortschreibung des Cottbuser Luftreinhaltungsplanes mit höheren Auflagen zur Reduzierung von Feinstaub und Stickstoffdioxid sei ein Schritt, um auf lokaler Ebene dem Klimawandel zu begegnen, sagte Thomas Bergner, Fachbereichsleiter Umwelt und Natur. Die Stadt setze auf Elektromobilität mit der Straßenbahn als Kern des öffentlichen Nahverkehrs. Für den 2014 nötigen Kauf neuer Fahrzeuge gebe es aber keine Förderung. Die Kommune suche Partner, um eine Änderung der entsprechenden Richtlinien zu erreichen. Im Frühjahr hat Cottbus als eine der ersten Kommunen ein Konzept zur integrierten Entwicklung von Klimaschutz und Energieanwendung eingereicht. Fördermittel wurden aber noch nicht bewilligt.

Das Cottbuser Konzept des Stadtumbaus mit dem flächendeckenden Abriss von Wohngebieten im Norden und Süden bezeichnete Prof. Matthias Koziol von der BTU als richtigen Weg aus Sicht der Energieeffizienz. Nötig sei eine an der Energieeinsparung orientierte, langfristige Stadtentwicklung mit einer sozialen Komponente. Alle Potenziale einschließlich Stromeinsparung und besserer Verbrauchswerte von Gebäuden müssten erschlossen werden, um die anvisierten Einsparungen von Kohlendioxid zu erreichen.
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Erstellt am: 08. Dezember 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 08. Dezember 2011, 09:18 Uhr
Autor: rur1

rur1

Jüngste Kommentare (1)

was

von huepenbeker

für eine lügenparade! klimafolgeninstitut! der name stösst schon ab und es ist bewiesen, dass diese ganzen thesen nur an den haaren herbei gezogen werden um angst zu schüren und den leuten das geld aus der tasche zu ziehen. es ist traurig, dass sich wissenschaftler für so etwas vor den karren spannen lassen. ekelhaft sowas!

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