Friese neunmal vorn / Respektables Ergebnis für Altekrüger
Spree-Neiße
Dieter Friese (SPD) und Harald Altekrüger (CDU) haben als erklärte Befürworter des weiteren Tagebauaufschlusses in der Region in Schenkendöbern deutlich mehr Wählerstimmen erhalten als Landratskandidat Diethelm Pagel (Linke), der sich im Wahlkampf für einen Ausstieg aus der Kohleförderung zum Jahr 2040 ausgesprochen hatte.
Mit angespannten Gesichtern haben gestern im Restaurant Lausitz in Forst SPD-Mitglieder, Angehörige und Sympathisanten rund um Amtsinhaber Dieter Friese (SPD) den Ergebnissen der Landratswahl in Spree-Neiße entgegengesehen. Foto: Hanschke Foto: Hanschke
Der Kampf um den Chefsessel im Kreishaus geht in die zweite Runde. Amtsinhaber Friese hat bei der Landratsdirektwahl am Sonntag zwar 3924 Stimmen mehr erhalten als sein stärkster Herausforderer Altekrüger (die RUNDSCHAU berichtete). Doch keiner der Kandidaten konnte die 15-Prozent-Hürde aller Wahlberechtigten und mehr als die Hälfte der schließlich abgegebenen Stimmen für sich verbuchen. Das heißt: Stichwahl.
Voraussichtlich werden Friese und Altekrüger am 24. Januar erneut gegeneinander antreten. „Wenn die Rechtmäßigkeit des Direktwahlganges festgestellt wird, wovon ausgegangen werden kann, werden die Wahlberechtigten in knapp zwei Wochen erneut an die Urnen gebeten“, erklärt Wahlleiter Andreas Schober.
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