Körperstudien und Landschaften voller Sinnlichkeit
Fein säuberlich getrennt waren sie links und rechts an den Wänden des Hotelflures aufgehängt worden: auf der einen Seite die Landpartien Anette Lehmann-Westphals, auf der anderen Benjamin Herzogs Körperwelten. Hier vor allem frühe Entwürfe von Körperstudien und Porträtmalerei aus den 60er und 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts, da bis in die Gegenwart reichende Landschaftsdarstellungen voller Sinnlichkeit und farblichem Esprit: Kunstfabrik lud zur Ausstellungseröffnung ins Best Western Parkhotel Branitz & Spa.
Nach jahrelanger Pause war mit der Malerin in diesem Frühherbst erstmals wieder eine Cottbuserin ihrer Zunft in Bulgarien zu Gast. Vermittelt worden war der Kontakt über die Kunstfabrik. Damit die von ihr geknüpften Verbindungen nicht gleich wieder abreißen, hat Anette Lehmann-Westphal Ideen für die Zusammenarbeit mit den bulgarischen Kollegen entwickelt, die dringend der Unterstützung bedürfen. Vor allem, so hofft sie, vonseiten der Wirtschaft.
Benjamin Herzog, wohl noch Neu-Cottbuser, wohnhaft in Kahren, hat mit der kleinen Werkausstellung im Hotel die erste Präsentation in Cottbus überhaupt. Für das kommende Jahr plant er eine zweite, dann auch mit neuen Stücken.
Herzog, der Kunstausüber und Kunstermöglicher in einer Person ist, nennt seine Bilder selbst Skizzen und Rohlinge. Das Gegenständlich-Figürliche dominiert, gelegentlich findet sich sogar ein Aphorismus auf seinen Bildern. Laudator Michael Apel beschreibt Herzog als Wanderer durch verschiedene Welten, dessen Schaffen von mindestens einer Kontinuität geprägt sei: der Liebe zur Frau, zum weiblichen Körper; die Ausstellung liefert dafür beredte Beispiele. Porträts bekannter Persönlichkeiten (Picasso, Ustinow, Blüm) werfen ein Schlaglicht auf eine andere Facette seines Schaffens.
Randi Michler schloss ihre Ausführungen zu Anette Lehmann-Westphal mit der Aufforderung an die Gäste der Vernissage: «Suchen Sie und Sie werden beschenkt sein!» Sie sei hiermit an das interessierte Publikum weitergereicht.
| Service Ausstellung |
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Erstellt am: 27. November 2006, 00:00 Uhr
Geändert am: 03. Dezember 2006, 21:19 Uhr
Autor: Von Volkmar Weitze

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