Jede Postkarte hilft ein Stück weiter
Seit 20 Jahren engagiert sich Cottbuser Unicef-Gruppe für UN-Kinderhilfswerk
Cottbus Ihr Verkaufsstand ist ein fester Bestandteil des Cottbuser Weihnachtsmarkts. Aber nicht nur dort zeigt die Unicef-Arbeitsgruppe der Stadt Präsenz.
Am heutigen Donnerstag feiern die 15 aktiven Mitglieder der Arbeitsgruppe gemeinsam mit ihren Ehemaligen in eigener Sache, denn die Gründung der Gruppe jährt sich zum 20. Mal. „Gemeinsam wollen wir auf eine Zeitreise durch die vergangenen zwei Jahrzehnte gehen“, sagt Roland, der die Cottbuser Unicef-Arbeitsgruppe seit zwei Jahren leitet.
„Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Verkauf von Grußkarten“, beschreibt Steudtemann die Arbeit der Gruppe. Dabei sei echter Einsatz gefragt. Denn der Unicef-Stand ist während der gesamten Dauer des Weihnachtsmarktes täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. „Damit wir die Öffnungszeiten abdecken können, unterstützen uns mitunter auch freiwillige Helfer, die gar keine Mitglieder unserer Gruppe sind. Und das, obwohl man sich bei der Arbeit am Stand in der Spree-Galerie im Winter schon mal kalte Füße holen kann“, freut sich Roland Steudtemann.
„Zwei Drittel des Verkaufspreises jeder einzelnen Grußkarte fließen als Spende in eines der Hilfsprojekte von Unicef“, erklärt der Leiter der Gruppe, die eine genaue Rückmeldung darüber erhält, wohin die Spenden aus ihrem Verkaufserlös fließen. Die Arbeit der Gruppe oder die kleine Jubiläumsfeier werde nicht aus dem Spendentopf, sondern mit der Unterstützung von Sponsoren wie der Sparkasse Spree-Neiße oder der Lausitzer Rundschau finanziert.
Nothilfe für leidende Kinder
„Das Geld aus dem Kartenverkauf wird für die Nothilfe verwendet, etwa für notleidende Kinder nach der Erdbebenkatastrophe auf Haiti. Die Spenden unterstützen auch Projekte wie „Schulen für Afrika“, das seit der Fußball-WM in Südafrika läuft. Der Verbleib der Spenden wird genau dokumentiert“, betont Steudtemann.
Gemeinsam mit seinen Mitstreitern initiiert er auch eigene Spendenaktionen. „Zuletzt haben wir für die Opfer der Dürrekatastrophe in Afrika gesammelt. In der Straßenbahn und in der Sparkasse haben wir Flugblätter verteilt und um Spenden gebeten“, berichtet Steudtemann.
Sauberes Wasser als Grundrecht
Regelmäßig werden die Mitglieder der Arbeitsgruppe bei Workshops über neue Projekte des UN-Kinderhilfswerks informiert. „Ende Februar wird uns die neue Wasserkampagne von Unicef vorgestellt. Dabei geht es um das Problem der unzureichenden Trinkwasserversorgung in den Entwicklungsländern“, erklärt der Leiter Cottbuser Gruppe. „Ziel ist es, die Versorgung mit sauberem Wasser in diesen Ländern als Grundrecht zu verankern.“
Weitere Informationen auf www.cottbus.unicef.de. Grußkarten können per Fax unter der Nummer 0355 4945648 bestellt werden.
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Erstellt am: 09. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2012, 10:00 Uhr
Autor: Nicole Nocon

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