Für Martin Tscherning vom Restaurant Mosquito gehört die Biotonne bereits zum Alltag. Foto: René Wappler Foto: René Wappler
Sybille Schneider vom städtischen Amt für Abfallwirtschaft erläutert: „Die Vorschrift regelt, dass gastronomische Betriebe bestimmte Küchenabfälle, die nicht in privaten Haushalten anfallen, separat entsorgen müssen.“

So steht auf dem Hof des Restaurants Mosquito am Altmarkt eine Spezialtonne. Ob Salatblätter, Brotreste, altes Obst – das alles landet in diesem Behälter. Der stellvertretende Küchenchef Martin Tscherning sagt: „Zum Glück essen unsere Gäste ihre Teller fast immer leer, so dass die Tonne nur alle zwei Wochen abgeholt werden muss.“

Auch am Schloßkirchplatz befindet sich bereits eine Biotonne, die unter anderem die Mitarbeiter des Sorat-Hotels nutzen, aber auch einige private Haushalte. Der Centermanager des Quartiers am Schloßkirchplatz, Steffen Reiche, erklärt: „Ich halte es inzwischen für völlig normal, dass Küchenabfälle extra entsorgt werden.“

Auf diesen Normalfall können sich alle anderen Bürger von Cottbus ebenfalls einstellen. Denn derzeit bereitet die Stadtverwaltung mit Hilfe einer Müllstudie die Einführung der Biotonne im gesamten Stadtgebiet vor. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird voraussichtlich im Jahr 2012 vorliegen. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Anteil von Bioabfällen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen ist. Dies stellt zumindest der Südbrandenburgische Abfallverband fest.

Städte wie Dresden werben bereits für die Vorzüge der Biotonne. Das dortige Amt für Abfallwirtschaft teilt mit: „Die Getrenntsammlung der Bioabfälle in der Biotonne ist kostengünstiger als die Entsorgung im Restabfallbehälter – so nützen Sie unserer Umwelt.“