Ein Stück Sportgeschichte
Turn-Verein 1861 Cottbus blickt auf 150 Jahre zurück
Cottbus Mit der Veröffentlichung der neuesten Publikation aus dem Cottbuser Regia-Verlag „Cottbuser Blätter 2011, 150 Jahre TV 1861“ wird auf mehr als 200 Seiten ein Stück Sportgeschichte von Cottbus dokumentiert. Stadtmuseums-Chef Steffen Krestin und Moderatorin Marion Hirche hatten aus diesem Anlass zu einem Podiumsgespräch eingeladen, um der Geschichte des ersten Cottbuser Turnvereins nachzuspüren.
Tatsächlich soll die Herausgabe der Vereingeschichte des TV 1861 auch als Startschuss für die Suche nach Quellen zur Sportgeschichte der Stadt aufgefasst werden. Der Nestor des Cottbuser Sport-Journalismus, Hajo Schulze, belebte die Runde mit Episoden, die Cottbus in ein internationales sportliches Umfeld stellten, ergänzte aufgetretene Ungenauigkeiten in einzelnen Formulierungen, blühte immer dann auf, wenn es um einzelne Protagonisten des Sports ging: „Also da war der Gustav Schuft, der zwar Teilnehmer der 1. Olympiade der Neuzeit 1896 in Athen war, aber keine Goldmedaille bekam. Die gab es damals nämlich nicht, sondern Ehrengeschenke, das ist wohl ein Unterschied!“
Bernd Schädel, langjähriger Vorsitzender des TV 1861, kann heute auf sehr erfolgreiche Jahre des Vereins zurückblicken: „Wir sind über 170 Mitglieder in den Sparten Gymnastik, Volleyball und Kinderförderung. Auch ein 72-jähriger Deutscher Vizemeister ist bei uns eingeschrieben“, so der Initiator des „Festivals des Sport“ der Stadt, dem Europasportfest und Technischer Leiter beim „Turnier der Meister“.
Er sieht diesen historischen Überblick ebenfalls als einen guten Anfang, weitere Nachforschungen anzustellen. „Den Aufruf kann ich nur bestätigen“, so Steffen Krestin, „Da schlummern sicher in privaten Beständen noch so manche Schätze – hier im Stadtmuseum ist dafür wohl der beste Platz.“ Damit kommt am Schluss der Abends doch noch ein Dialog mit dem Publikum in Gang. Vor allem historisch ambitionierte Sammler sportlicher Zeitzeugen sind es, die nicht nur auf ergänzende Bestände verweisen, sondern auch gleich mit den Quellen dazu aufwarten. Das ist wohl das beste Ergebnis, was eine Buchpräsentation hervorrufen kann: Neues anzuregen.
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Erstellt am: 23. September 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 23. September 2011, 08:48 Uhr
Autor: Von Ulrich Littko

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