Die Lotterie, von dem französischen Wort „Lot“ (Los) abgeleitet, wurde im Bürgerlichen Zeitalter von meist Waisenknaben gespielt. Sie zogen die Gewinnzahlen aus der sich langsam drehenden, gläsernen Trommel.
Die Wahrscheinlichkeit, einen Lottogewinn „einzukassieren“, ist viel zu gering; denn man müsste mehr als 100 Millionen Euro in rund 140 Millionen Spielscheine anlegen, wie Kenner der Szene errechnet haben. Die Frage nach dem Glück in dieser Art ist jahrhundertealt. Wie hätte sonst Johann Wolfgang Goethe (1749 bis 1832) Mephisto in seinem Faust, erster Teil, sagen lassen können: „Wie glücklich würde sich der Affe schätzen, könnt' er nur auch ins Lotto setzen!“ So lässt sich ein Drittel der Deutschen den Traum vom großen Glück nicht nehmen und „blättert“ dafür jährlich fünf Milliarden Euro für Lotto hin. Damit die Euphorie des Glücksspielens nicht „versackt“, muss auch der Humor herhalten.
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