Cottbuser sahnen richtig ab
KAMPFKUNST Erfolgreiche Bilanz bei Ostdeutschen Meisterschaften in der Lausitz-Arena
Cottbus Unter den 140 Startern, die sich am Samstag bei den Ostdeutschen Kampfkunst-Meisterschaften in der Cottbuser Lausitz-Arena vorstellten waren die Cottbuser Aktiven die erfolgreichsten. Die 32 Starter des PSV Cottbus holten 26 Gold-, 26 Silber und 18 Bronzemedaillen. Prozentual noch erfolgreicher waren die 19 Aktiven des Doitsu-BUDO-Kwai Cottbus, die sich mit 22 Goldmedaillen schmückten.
Mit der elfjährigen Tochter der Vorsitzenden, Michelle Herold, die bereits im Vorjahr die erfolgreichste Starterin bei diesem Wettbewerb war, hatte der BUDO-Kwai auch in 2011 wieder einen Medaillengaranten an den Start geschickt. „Michelle ist aufgrund ihrer vier Titelgewinne eine absolut große Hoffnung für die Zukunft“, so Christine Napp, die Pressesprecherin des zweitgrößten Cottbuser Kampfkunst-Verein. „Wir wollen nur hoffen, dass das Mädchen auch in der Zukunft Spaß in unserem familiären Verein hat und sich nicht in irgendwelche Leistungszentren verabschiedet. Das gilt auch für unseren 13-jährigen Felix Kühnel, der hier in Cottbus drei Mal Sieger und ein Mal Zweiter wurde“, fügte die Öffentlichkeitsverantwortliche an.
Beim PSV Cottbus durfte sich der Abteilungsleiter Kampfkünste ebenfalls über eine eindrucksvolle Bilanz freuen. „Sicher waren wir hier mit unseren insgesamt 36 Startern nominell schon mal im Vorteil. Aber wenn wir dann 26 Titel holen, ist das ein deutliches Zeichen für unseren richtigen Weg“, so Raimo Ermler am Ende der interessanten Wettbewerbe, die von 300 Zuschauern besucht wurden.
Viel war in der Vergangenheit von der internen Konkurrenz beider Cottbuser Kampfkunstvereine zu hören und zu lesen. Inzwischen ist Normalität eingezogen, man akzeptiert sich. „Zudem hat doch jeder so seine besonderen Felder, die dominant sind. So ist bei uns Shaolin-Kempo die Top-Disziplin, bei den Budo-Leuten hat eben die Sparte Karate Priorität. Außerdem lehrt unsere Sportart ja grundsätzlich den gegenseitigen Respekt – und das wird beiderseits absolut befolgt“, so skizziert Raimo Ermler das inzwischen abgelegte Konkurrenzdenken.
Genauso wird die Situation von Christine Napp gesehen, die schon recht stolz darüber ist, dass Cottbus als absolut erfolgreichste Stadt aus den Titelkämpfen hervor ging. „Die wenigsten wissen es ja. Aber nach Turnen sind wir nach Titeln bei Welt- Europa- und deutschen Meisterschaften gerechnet, die zweiterfolgreichste Sportart in der Stadt.

Jüngste Kommentare (1)
Augenwischerei
von p.platta
Geht mal zu anderen Wettkämpfen und schaut wieviel dort starten. Es wird nicht in "tausend Gruppen" eingeteilt, damit auch jeder was abbekommt. Es findet dort absolut kein Leistungsvergleich statt.