Ihren ersten Auftritt hat die Kongress-Allianz bei der Cottbuser Wirtschaftsmesse „bm“ in dieser Woche über die Bühne gebracht. Unter dem Titel „Cottbus Congress“ werben CMT und Hotels gemeinsam.

Dabei geht es nicht allein um die Akquise, sondern es werden auch Angebote unterbreitet, wie Kongresse gemeinsam organisiert werden können. „So treten wir mit geballter Kraft auf“, sagt Waldhotel-Chef Olaf Schöpe. „Ein Stuttgarter kommt auch nach Cottbus, wenn das richtige Angebot da ist und der Preis stimmt. Und bei Letzterem sind wir klar im Vorteil“, sagt Stephan Reichelt, General Manager des Radisson Blu.

Die größere Schlagkraft führt offenbar zum Erfolg. So verrät CMT-Chef Bernd Koch: „Wir bearbeiten gerade eine Anfrage für einen Kongress im Jahr 2013 mit rund 700 Übernachtungen.“ Das ist nur gemeinsam zu stemmen. „Dabei sind auch die kleineren Häuser wichtig. Sie komplettieren das Angebot“, sagt Sorat-Chef Frank Ulrich.

Das Ende 2010 geschlossene Best Western Parkhotel & Spa in Branitz fällt im Tagesgeschäft zwar nicht ins Gewicht, doch bei solchen Spitzen-Auslastungen fehlen die 127 Zimmer. Das bestätigen die Hoteliers. „Um so wichtiger ist die Zusammenarbeit“, sagt Schöpe.

So steht die Kongress-Allianz auch für ein neues Selbstverständnis. „Wir brauchen ein Wegeleitsystem zu den Messestandorten und an den Autobahnabfahrten muss auf die Kongresshäuser hingewiesen werden“, fordert Bernd Koch. Das sei genauso wichtig wie die Ausschilderung für den Branitzer Park. Damit ist die Allianz bereits an die Stadtverwaltung herangetreten. Aber auch in Potsdam bekommt Cottbus durch den Verbund mehr Gewicht. „Dort können wir unsere Interessen jetzt ganz anders vertreten“, so Koch.

Was früher eher bilateral funktionierte, wird nun im Konzert der hiesigen Häuser organisiert. Das eröffnet auch neue Wege, erklärt Michael Fehrmann, Direktor des Lindner Congress Hotels. „Gemeinsam können wir viel besser etwa den polnischen Markt erkunden. Als Einzelhotel ist das kaum möglich“, sagt er.