Wolfgang Szuka, Vorsitzender des Cottbuser Seniorenverbandes. Foto: hil
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71 Jahre ist Wolfgang Szuka alt und gehört damit im Cottbuser Seniorenverband durchaus zur »Jungen Garde«. Seit vier Jahren ist er Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, davor war er zehn Jahre lang Schatzmeister, seit 1992 ist er Mitglied. Kurz nachgerechnet: Damals war er 53. Was treibt einen Mann in diesem Alter in einen Rentnerklub? Szuka blickt seine Frau an, zögert kurz und kommt dann auf ein Kapitel seines Lebens zu sprechen, das ihm bis heute ab und an zu schaffen macht. Zu DDR-Zeiten war er Hauptkommissar, hatte 33 Dienstjahre in Cottbus hinter sich gebracht, als sich die Wende abzeichnete. »Ich wollte nach dem 3.Oktober nicht noch mein Abzeichen auf der Dienstmütze ändern, ich bin lieber in den Vorruhestand gegangen«, sagt er. Er lächelt, doch hinter diesem Lächeln stehen viele Fragezeichen. Gedanken über das Verhältnis von Polizei und Staat, Demokratie und Respekt. Zumindest soviel sagt er: dass er ein oder zwei Jahre gebraucht habe, um den Abschied von der Polizei zu verkraften, dass er dann aber froh gewesen sei. Die Arbeit der Kollegen habe er so nicht mehr machen wollen. Aber was dann? Ganz ohne Aufgabe? Ohne Sinn? »Ich habe immer gesellschaftlich gearbeitet, wenn Sie das Wort noch kennen, seit meinem sechsten Lebensjahr war ich immer aktiv. Das wollte ich auch weiter bleiben.« So ergab es sich fast selbstverständlich, dass er sich ein neues »gesellschaftliches« Betätigungsfeld suchte, passend zur neuen Lebenssituation.
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