Cottbuser Rentner erhalten erneut dubiose Gewinnpost
Cottbus
Im ersten Moment wundert sich die 76-jährige Ingeborg Happatz aus Cottbus, als sie den Briefkasten geleert hat – dann wird sie misstrauisch: Erneut erhalten viele Cottbuser dubiose Post eines vermeintlichen „Konten-Verwaltungszentrums“, das ihnen einen Gewinn aus der Auflösung einer Firma verspricht. „In meinem Fall waren es 1368 Euro“, sagt Ingeborg Happatz.
„Das Geld sollte ich mir während einer Halbtagestour an einer festlich geschmückten Festtafel in reizvoller Landschaft abholen.“ Dabei warnen Polizei und Verbraucherzentrale schon seit Monaten vor solchen Briefen, die offenbar gutmütige Rentner mit einer verschleierten Verkaufsveranstaltung überrumpeln wollen. „Ich bin zum Glück nicht so leichtgläubig, so etwas für bare Münze zu nehmen“, sagt Ingeborg Happatz.
Ihre Vorsicht ist die richtige Strategie – das findet der Cottbuser Polizeisprecher Torsten Wendt: „Solche seltsamen Briefe landen immer wieder auf unseren Tischen“, erklärt er. „Letztens war laut so einer ominösen Post vermeintlich über Kontakte aus Spanien ein Vermögen zu machen.“ Dabei weist Wendt auf die Möglichkeit hin, eine Betrugsanzeige zu erstatten. „Solchen Fällen gehen die Behörden auch nach.“ Es seien gerade ältere Bürger, die mit derartigen Briefen angesprochen werden.
„Zum Glück verfängt diese zweifelhafte Taktik in Cottbus aber immer seltener“, sagt der Polizeisprecher. Rentnerin Ingeborg Happatz lässt sich dadurch jedenfalls nicht ins Bockshorn jagen.
rw
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