07. Mai 2009, 00:00 Uhr

Cottbuser Kitas protestieren wegen Personal-Notstand

Zu wenig Zeit für die geforderte Qualität der Erziehung und Bildung

Cottbus Erzieher von Cottbuser Kindertagesstätten protestieren. „Die Qualität der Bildungs- und Erziehungsarbeit leidet wegen akuten Personalmangels“, sagen sie. „Wir arbeiten am Limit“, bekräftigt Regina Bartsch, die Leiterin der Kita „Pfiffikus“.

Anstellen beim Anziehen: Eine Erzieherin wie Sabine Radicke hat es nicht leicht, wenn in einer Gruppe eigentlich zu viele Kinder sind. Die Pädagogin im Montessori-Kinderhaus in Cottbus kann allen Bedürfnissen der Kleinen nur bedingt gerecht werden. Foto: Adelheid Floß Foto: Adelheid Floß
Die Mitarbeiter der Cottbuser Kindereinrichtungen bündeln ihre Kräfte und machen dem Unmut am 15. Mai zum „Tag der Familie“ mit unterschiedlichen Aktionen Luft. „Wir stehen auf dem Rewe-Parkplatz in der Hermannstraße in Sandow“, berichtet Regina Bartsch von der Kita „Pfiffikus“. Die Betreuung der Kinder nach den vorgegebenen Qualitätskriterien des Kita-Gesetzes des Landes Brandenburg sei in Unterbesetzung nicht zu gewährleisten. Den Erzieherinnen bliebe nichts anderes mehr übrig, als stärker auf die Probleme aufmerksam zu machen. Eltern und Großeltern sowie Arbeitgeber sollten in den Protest einbezogen werden. „Ich bin nur noch Verwalter und kein Pädagoge mehr“, klagt die Kita-Leiterin. 250 Kinder zähle ihre Einrichtung, und sie sei nur noch mit bürokratischem Aufwand beschäftigt. „Ich liebe meine Arbeit und habe viel zu wenig Zeit, um pädagogisch meine Kollegen anzuleiten“, betont sie.
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Erstellt am: 07. Mai 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Mai 2009, 10:59 Uhr
Autor: Von Adelheid Floß

Von Adelheid Floß

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