Cottbuser Hoteliers wollen gesparte Mehrwertsteuer indirekt an Gäste weitergeben
Cottbus
Die Hoteliers in Cottbus und Umgebung haben seit Januar Grund zum Jubeln: Pro Übernachtung müssen sie nur noch sieben Prozent Mehrwertsteuer abführen. Die Gäste sollen davon indirekt profitieren – die großen Hotels wollen investieren, statt ihre Preise zu senken. Kleine Pensionen ärgern sich indes über kompliziertere Abrechnungen.
Kellner Florian Karge serviert Frühstück im Waldhotel. „Inklusive“ kann es nicht mehr abgerechnet werden, denn für die Gastronomie gilt weiter die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Foto: Michael Helbig Foto: Michael Helbig
Karola Kotzur führt eine kleine Pension in Kiekebusch mit sechs Zimmern. Ihre Rechnungsvordrucke kann sie nicht mehr verwenden. „Jetzt muss ich jedes Mal per Hand Frühstück und Übernachtung ausein anderrechnen“, sagt sie. Das sei mehr Arbeit und nervig.
Große Hotels haben dank moderner Computersoftware keine Probleme, die voneinander abweichenden Steuersätze zu berechnen. Stephan Reichelt, Direktor des Radisson Blu Hotels am Cottbuser Bahnhof, findet jedoch, dass die Änderung der Mehrwertsteuer zu schnell eingeführt wurde. Viele „Holpersteine“ hätten mit einer Übergangszeit vermieden werden können. Demnach haben Reiseveranstalter für Buchungen im Jahr 2009 zu hohe Vorsteuer gezahlt. Auch im Internet komme es vereinzelt zu Problemen, da Zimmerpreise noch „inklusive Frühstück“ aufgeführt sind.
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