Chirac Manuel, Plamedi Manuel, Sendo Hortance Mavinga, Henoc Mavinga und Jean Mpaka Manuel (v.l.) auf ihrem Balkon. Ihnen droht die Abschiebung. Foto: Jan Selmons
Jean Mpaka Manuels Stimme überschlägt sich und die Worte purzeln durcheinander, wenn er von dem schicksalhaften Abend in Kongos Hauptstadt Kinshasa erzählt. „Ich habe das Klopfen an der Tür gehört“, sagt er. Da habe er geahnt: „Das ist die Polizei.“ Sein „Verbrechen“: Jean Mpaka war politisch aktiv. Er habe sich für verfolgte Tutsi – eine afrikanische Stammesgruppe – eingesetzt, sagt er. Dann seien die bewaffneten Polizisten in der Wohnung gewesen. Er zeigt auf die Narbe am Auge seiner Frau. Sie habe einen Schlag in das Gesicht bekommen. In einem Gefängnis habe er sich wenig später wiedergefunden, sagt Manuel und schaut schweigend auf den Boden. Sendo Hortance Mavinga (40) fasst sich an die Narbe im Gesicht: „Ich fürchtete, ihn nie wieder zusehen.“
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