Cottbus Stulle statt warme Mahlzeit zum Mittag – das gehört in Cottbuser Schulen zum Alltag. Nur die Hälfte der anspruchsberechtigten Eltern nutzt für ihre Kinder den Zuschuss zum Essengeld aus der Stadtkasse.
10.03.2010
„Es tut mir in der Seele weh, wenn Kinder bei uns an der Ausgabe stehen und zuschauen, wie die anderen ihr Mittagessen entgegen nehmen“, erzählt Waldemar Böhm, Sodexo-Servicemitarbeiter in der 21. Grundschule in Schmellwitz. Seine Ehefrau und Kollegin Waltraud nickt und fügt hinzu: „Und wir können ihnen nichts geben.“ Die Situation kennen auch die Horterzieherinnen der Einrichtung. „Viele bekommen Stullenpakete mit“, berichtet Silke Schultchen, stellvertretende Hortleiterin. „Es tut einfach weh, wenn man das sieht“, erklärt sie. Das hätte es früher nicht gegeben, dass Kinder ohne warmes Mittagessen den ganzen Tag in der Schule aushalten müssen. „Wir sind machtlos.“ Ein Mittagessen in der 21. Grundschule kostet zwischen 1,89 und 2 Euro. „Vielen Eltern ist das immer noch zu viel“, sagt Erzieherin Heidemarie Olbrich.
Vielleicht sollte man mal die Kinder fragen, ob sie überhaupt essen wollen. Ich arbeite in einer Schule, in der es täglich zwei verschiedene sehr gute Essen gibt und was tun unsere Kinder? Sie werfen es fast vollständig in die Mülltonne!!! (Auch wenn noch so wenig auf die Teller getan wurde) Und wenn man sie dazu anhält, ihr Essen nicht achtlos wegzuwerfen, kommen die Eltern auf den Plan, die uns vorwerfen: "Mein Kind muss nicht aufessen, diese Zeiten sind ja wohl vorbei!" Das ist leider an der Tagesordnung. Kinder heutzutage möchten kein gesundes Essen, sondern höchstens Döner und Nuggets! Anderes kennen sie ja auch nicht mehr. Auch nicht die Kinder aus sogen. wohlsituierten Familien.
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Zitat:„Die Eltern müssen einen Antrag stellen“, betont Kathrin Voigt. Zitat Ende.
Ja, so ist es üblich, in fast allen Bereichen gängige Praxis und formal nicht zu beanstanden.
Jedoch, hier geht es um Kinder, deren Eltern, aus welchen Gründen auch immer, den erforderlichen Antrag nicht stellen. Mir stellt sich die grundsätzliche Frage, wozu braucht es Anträge der Eltern, wenn politische Lippenbekenntnisse endlich in die Tat umgesetzt werden.
JEDES Kind muss, unabhängig von Herkunft und Status, bedingungslosen Zugang zu Schulessen haben. Das Kind ist machtlos wenn die Eltern nicht "beantragen". Ich finde es skandalös, den Formalkrieg auf dem Rücken der Kinder auszutragen.
Die Finanzierung darf nicht im Vordergrund stehen, die kann man auch im nachhinein regeln. Bei Bankenrettung hat dieses Prinzip funktioniert, eine Woche und schon stand das Paket. Kinder sind übrigens auch "Systemrelevant".
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Ich stimme der hier gemachten Äußerungen zu, dass das Essengeld über staatliche Quellen finanziert werden sollte. Was nutzt den sozial schwachen eine Kindergelderhöhung, wenn bei Ihnen nicht ein Euro mehr angekommt, da es von HartzIV wieder abgezogen wird. Besser wäre doch ein geringeres Kindergeld, dafür aber gesicherte Essenversorgung in Schule und Kita, und kostenfreie Kitaplätze. Da hätten alle was davon unabhängig vom Einkommen. Aber was nutzt alles Reden, wenn keiner zuhört (vor allem Politiker). So werden auch weiterhin Kinder aus den unteren Einkommensschichten verzichten müssen, auch aufs Mittagessen!
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Cottbus Bis zum Mittwoch kann im Internet wieder über den Sportler der Woche abgestimmt werden. Folgende Kandidaten stehen zur Wahl:
Franz Schiewer. Der 19-Jährige aus Döbern (LKT Team Brandenburg) gewann das Punktefahren bei der Bahnrad-DM in Cottbus und holte im Zweier-Mannschaftsfahren mit Hanning Bommel (Finsterwalde) Silber.
Christina Konsulke. Die Juniorin des RSC Cottbus gewann beim Nachwuchs der Bahnrad-DM im Sprint, Keirin und das 500-Meter-Zeitfahren.
Robert Kanter. Der 18-jährige Junior (RSC Cottbus) gewann bei der Bahnrad-DM dreimal Bronze und einmal Silber.
Robert Rudnik. Beim 9:1 im Testspiel in Groß Dubrau schoss der Stürmer für die zweite Mannschaft des FC Energie acht Tore.
Jenny Pawellek. Die Juniorin vom Schwimmverein Spremberg 21 holte bei den Lausitzer Meisterschaften im Schwimmen drei Titel und einen zweiten Platz.
Ergebnis :
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Ja, so ist es üblich, in fast allen Bereichen gängige Praxis und formal nicht zu beanstanden.
Jedoch, hier geht es um Kinder, deren Eltern, aus welchen Gründen auch immer, den erforderlichen Antrag nicht stellen. Mir stellt sich die grundsätzliche Frage, wozu braucht es Anträge der Eltern, wenn politische Lippenbekenntnisse endlich in die Tat umgesetzt werden.
JEDES Kind muss, unabhängig von Herkunft und Status, bedingungslosen Zugang zu Schulessen haben. Das Kind ist machtlos wenn die Eltern nicht "beantragen". Ich finde es skandalös, den Formalkrieg auf dem Rücken der Kinder auszutragen.
Die Finanzierung darf nicht im Vordergrund stehen, die kann man auch im nachhinein regeln. Bei Bankenrettung hat dieses Prinzip funktioniert, eine Woche und schon stand das Paket. Kinder sind übrigens auch "Systemrelevant". Antworten
Aber Hauptsache der 40-Zoll-Flachbildfernseher steht im Wohnzimmer. Antworten
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